Do, 23. November 2017

„Vier Pfoten“ warnen:

24.06.2013 13:40

Viele Heimtiere überleben den Flug in den Urlaub nicht

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" warnt Heimtierbesitzer, die ihr Tier diesen Sommer bei einer Flugreise mit in den Urlaub nehmen wollen – denn immer wieder überleben Tiere, die im Frachtraum des Flugzeugs mitgenommen werden, die Reise nicht.

Um die Gefahr für Heimtiere und die mit dem Flug einhergehenden Probleme so gering wie möglich zu halten, haben die "Vier Pfoten" eine Liste mit zehn wichtigen Grundregeln zusammengestellt, die das Risiko möglichst gering halten soll.

  1. Vor dem Reiseantritt sollten Sie von einem Tierarzt feststellen lassen, ob Ihr Heimtier einer Flugreise gesundheitlich gewachsen ist.
  2. Stellen Sie sicher, dass Sie im selben Flugzeug reisen wie Ihr Heimtier, und fragen Sie bei der Fluglinie nach, ob Sie dabei sein können, wenn Ihr Tier in das Flugzeug verladen wird.
  3. Nutzen Sie Direktflüge, um die Reisedauer zu minimieren. So verhindern Sie auch, dass Fehler beim Umladen des Tieres von einem Flugzeug ins andere gemacht werden.
  4. Im Idealfall sind Ihre Heimtiere gechippt und registriert, für den Fall, dass ihre Erkennungsmarken verloren gehen. Darüber hinaus sollte am Hals des Tieres und am Transportkäfig eine Identifikationsmarke angebracht werden. Darauf sollten Ihre Heimadresse und Telefonnummer sowie Adresse und Telefonnummer der Zieldestination vermerkt sein. Haben Sie in jedem Fall ein Foto von Ihrem Heimtier dabei.
  5. Wenn Sie im Sommer verreisen wollen, sollten Sie eventuell einen Flug am Morgen oder Abend wählen, um Ihr Tier nicht zu großer Hitze auszusetzen. Im Winter ist hingegen vielleicht ein Nachmittagsflug vorzuziehen, da die Temperaturen nachts zu stark absinken können.
  6. In den letzten sechs Stunden vor dem Flug sollte Ihr Tier nicht mehr gefüttert werden. Kleine Mengen Wasser sind hingegen unproblematisch. Der Wasserspender im Transportkäfig darf nicht überfüllt sein, sonst schwappt das Wasser während des Transports in den Käfig, und das kann dem Tier zusätzlich Stress verursachen. Eiswürfel im Wasser können es länger kühl halten.
  7. Ihr Heimtier sollte mindestens vier Wochen Zeit haben, um sich vor der Reise mit dem Transportkäfig vertraut zu machen. Es ist wichtig, dass der Käfig selbst dem Tier nicht noch zusätzlich Stress verursacht.
  8. Geben Sie Ihrem Heimtier nie Schlaftabletten oder Beruhigungsmittel! Diese können zu Komplikationen führen.
  9. Wenn Sie angekommen sind, öffnen Sie den Transportkäfig, sobald Sie sich an einem sicheren Ort befinden, und untersuchen Sie Ihr Tier. Wenn irgendetwas nicht in Ordnung scheint, bringen Sie es sofort zum Tierarzt.
  10. Einige Hunde- und Katzenrassen haben spezielle Atemprobleme. Rassen, die kurze Nasengänge haben, reagieren besonders empfindlich auf Sauerstoffentzug und Hitzeschlag. Wenn Ihr Heimtier Atemprobleme hat, sollten Sie es nicht leichtfertig auf eine Flugreise mitnehmen.

Grundsätzlich gilt: Muten Sie Ihrem Vierbeiner keinen Flug zu, wenn es nicht unbedingt sein muss. Bei Kurzreisen ist das Tier im Normalfall besser bei einem Sitter aufgehoben. Erkundigen Sie sich rechtzeitig über spezielle Vorgaben der Airline, sonst drohen beim Abflug böse Überraschungen.

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