Sa, 18. November 2017

Haus zerstört

23.06.2013 16:32

OÖ: Frau stirbt bei Gasexplosion unter Trümmern

Eine 38-jährige Frau ist am Sonntag bei einer Explosion in einem Einfamilienhaus im oberösterreichischen Kematen an der Krems ums Leben gekommen. Die Mutter eines Buben (5) war in den Keller gegangen, um die Funktion einer gasbetriebenen Heizkanone zu prüfen. Plötzlich explodierte eine Gasflasche, mit der das Gerät betrieben wurde. Das Haus stürzte durch die Druckwelle teilweise ein.

Die Frau war kurz vor 12 Uhr in den Keller hinuntergegangen, um die Funktion der Heizkanone zu prüfen, die ihr Lebensgefährte (36) - er ist auch der Besitzer des Gebäudes - zur Trocknung nach dem Hochwasser dort aufgestellt hatte. Eine neue Gasflasche mit rund zehn Kilogramm Inhalt war etwa zwei Stunden davor angeschlossen worden. Plötzlich kam es zur Explosion. Das Gebäude wurde schwer beschädigt.

Die Frau wurde unter den Trümmern begraben. Zahlreiche Einsatzkräfte trafen umgehend an Ort und Stelle ein, nahmen die Suche nach der Vermissten auf und arbeiteten sich durch den Schutt. Die 38-Jährige konnte aber rund eineinhalb Stunden später nur mehr tot geborgen werden. Ob sie bei der Explosion ums Leben kam oder später unter den Trümmern, steht noch nicht fest.

Auslöser für Explosion noch nicht bekannt
Der 36-jährige Hauseigentümer und sein 35-jähriger Cousin hielten sich während des Unglücks im Erdgeschoß in der Küche auf. Sie flüchteten leicht verletzt ins Freie. "Holt's die Rettung", habe der 36-Jährige geschrien, erinnert sich eine Nachbarin. Der fünfjährige Sohn der Toten und des Hausbesitzers sowie der zehnjährige Sohn des Cousins hatten im Garten gespielt. Die Kinder kamen mit dem Schrecken davon. Die Familie wird vom Kriseninterventionsteam betreut. Vater und Sohn kamen vorübergehend bei Angehörigen unter.

Auch die Ursache für die verheerende Explosion steht noch nicht genau fest: Jedenfalls war Gas ausgeströmt. Auslöser für die Explosion könnte dann sowohl ein technischer Defekt als auch ein Bedienungsfehler, ein Zündfunken oder etwas anderes gewesen sein, hieß es seitens der Polizei-Pressestelle Oberösterreich. Der angerichtete Schaden ist beträchtlich, das Haus kann nicht mehr bewohnt werden.

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