Sa, 18. November 2017

Expertenrat

21.06.2013 15:20

Alles über Hitzschlag und Schur beim Hund

Hunde regulieren ihre Körperwärme bekanntlich durch Hecheln über die Zunge und Schweißdrüsen an den Pfoten. Deswegen überhitzen sie schnell, wenn sie hohen Sommertemperaturen ausgesetzt sind. Viele Halter greifen dann zur Schermaschine, um die Hunde vom Fell zu befreien - und schaden ihnen damit oft unbewusst, statt zu helfen. Die wenigsten erkennen zudem einen drohenden Hitzschlag oder wissen, was im Notfall zu tun ist.

Im Sommer nur morgens und abends spazieren gehen, den Hund schwimmen lassen und immer Trinkwasser bereitstellen - die Grundregeln, an die sich alle Hundebesitzer im Sommer halten sollten. Denn besonders älteren und kreislaufschwachen Tieren droht bei Temperaturen ab 20 Grad ein Hitzschlag, der schnell tödlich enden kann.

So erkennen Sie einen Hitzschlag
Doch wie erkennen Sie eine drohende Überhitzung? Die Symptome sind in erster Linie Mattheit, starkes Hecheln, Taumeln oder ein starrer Gesichtsausdruck. Danach folgen oft Erbrechen, Ohnmacht und eine erhöhte Körpertemperatur. Sollten Sie diese Symptome bei Ihrem Vierbeiner beobachten, bringen Sie ihn sofort (!) in den Schatten, besser noch in eine kühle Umgebung. Von den Beinen aufwärts kann man den Hund dann mit kühlem Wasser besprühen. Tritt nicht nach wenigen Minuten Besserung ein, sollte man einen Tierarzt aufsuchen.

Experten raten vom Scheren ab
Große, langhaarige Hunde mit viel Unterwolle haben oft die größten Schwierigkeiten mit der Hitze. Viele Halter suchen daher im Frühsommer einen Hundesalon mit ihnen auf und lassen den Vierbeiner bis auf die Haut scheren. Was dem Tier Erleichterung bringen soll, schadet oft immens: Sowohl Haut als auch Deckhaar können dauerthaft geschädigt werden, das Fell wächst nur noch stellenweise oder gar nicht mehr nach. Experten empfehlen daher, auf eine Komplettrasur zu verzichten und stattdessen den natürlichen Fellwechsel durch Pflege zu unterstützen.

Besser: Fell richtig pflegen
Im Frühjahr sollte damit begonnen werden, die Unterwolle durch gründliches Bürsten auszudünnen und aufzulockern. Lose Haare werden dabei entfernt. Schneidet man das Deckhaar ab, liegt die Haut ungeschützt frei und ist der Sonne ausgeliefert. Hunde können ebenso einen Sonnenbrand bekommen wie wir - die Folge sind verletzte Blutgefäße und unterversorgte Haarwurzeln. Viele Hundefriseure raten daher von der Radikalschur ab, außer sie wurde vom Tierarzt empfohlen.

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