Sa, 16. Dezember 2017

"Sprich zu der Hand!"

21.06.2013 12:23

Britischer Tüftler integriert Handy in Handschuh

Der britische Künstler Sean Miles hat in Zusammenarbeit mit dem Mobilfunker O2 einen Handschuh entwickelt, mit dem man telefonieren kann. Was auf den ersten Blick nach einem Hightech-Gerät klingt, ist in Wahrheit eine Recyclingaktion. Miles hat für sein Projekt nämlich nichts anderes als ausgemusterte Handys, ein Bluetooth-Modul und einen Handschuh gebraucht.

"Ich hoffe, dass mein 'Sprich zu der Hand'-Projekt die Leute dazu bringt, darüber nachzudenken, wie viel Müll wir eigentlich produzieren, wenn wir Technik nicht recyceln", sagt der Künstler. Tatsächlich habe er für seinen Handschuh lediglich alte Handys ausgeschlachtet, das gebrauchte Mikrofon in den kleinen Finger und den Lautsprecher in den Daumen des Handschuhs eingebaut.

Über ein Bluetooth-Modul wird der so modifizierte Handschuh mit dem Smartphone verbunden und im Falle eines Anrufs kurzerhand als Bluetooth-Headset genutzt. Nur dass das Bluetooth-Headset in diesem speziellen Fall in einen Handschuh integriert ist, statt am Ohr befestigt zu werden. Dass ein Telefonat mit dem Handy-Handschuh für unwissende Passanten recht seltsam aussehen muss, versteht sich von selbst.

Miles baut auch Handy-Schuhe und Funk-Gummistiefel
Wie die Website "Cult of Android" berichtet, ist der Handy-Handschuh nicht das erste Projekt, bei dem Miles Technik in scheinbar alltägliche Dinge integriert. Der Künstler habe auch schon Handy-Schuhe und Funkgerät-Gummistiefel gebastelt. Im Gegensatz zu seinem bisherigen Schöpfungen könnte sich der Handy-Handschuh aber tatsächlich als nützlich erweisen.

Ob aus dem witzigen Bastelprojekt des Künstlers in weiterer Folge ein käuflich zu erwerbendes Produkt werden wird, ist derzeit allerdings nicht bekannt. Für Miles selbst stand beim Bau der Handschuhe offenbar die Bewusstseinsbildung im Vordergrund. "Wenn ein bisschen mehr Leute ihre Gadgets recyceln, statt sie in den Müll zu werfen, hat dieses Projekt sein Ziel schon erreicht, denke ich", sagt er.

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