Fr, 15. Dezember 2017

Stirbt es aus?

21.06.2013 10:49

Microsoft wird der letzte Anbieter für Windows-RT-Geräte

Microsofts ARM-Betriebssystem Windows RT entwickelt sich für den Redmonder Softwaregiganten immer mehr zum Bauchfleck. Nachdem zahlreiche Hersteller wegen zu schwacher Nachfrage nach entsprechenden Geräten vom Windows-RT-Zug abgesprungen sind und lieber auf ähnlich kleine Tablets mit Intels Atom-Prozessor und vollwertigem Windows 8 setzen, heißt es nun aus Zuliefererkreisen, dass das quasi als gescheitert zu betrachtende Betriebssystem künftig überhaupt nur mehr durch die Surface-Reihe von Microsoft selbst am Leben gehalten werde.

Zum Start des ARM-Betriebssystems, das besonders leichte und dünne Windows-Tablets mit Smartphone-Hardware ermöglichen sollte, waren etliche große PC-Hersteller wie Samsung, Dell oder Lenovo an Bord. Nachdem die Nachfrage nach den Geräten ausblieb und auch Preissenkungen und Softwaredreingaben nichts nutzten, stoppten die meisten PC-Hersteller allerdings die Entwicklung von Geräten mit Windows RT. Nachfolger zu den derzeit verfügbaren Modellen sind nicht zu erwarten. Den Kunden stieß vor allem die Tatsache sauer auf, dass auf Windows-RT-Geräten ausschließlich Apps aus Microsofts App-Marktplatz, aber keine normale Windows-Software funktioniert.

Einer der ersten PC-Hersteller, die Windows RT den Rücken kehrten, war Samsung. Wegen zu schwacher Nachfrage wurde Samsungs Windows-RT-Tablet Ativ Tab schon nach recht kurzer Zeit in Deutschland wieder vom Markt genommen. In den USA brachte der Elektronikgigant es niemals auf den Markt. Dass andere PC-Hersteller Windows RT die Treue halten, sei ob der miserablen Nachfrage unwahrscheinlich, berichtet der taiwanesische IT-Branchendienst "Digitimes".

Windows RT: Nur Microsoft selbst hält sich die Treue
Aus Zuliefererkreisen will man jetzt erfahren haben, dass Microsoft wohl als einziges verbliebenes Unternehmen weiterhin Windows-RT-Geräte anbieten wird. Ein Surface RT (Test in der Infobox) der zweiten Generation soll bereits in Arbeit sein. Allzu große Chancen räumt man dem Gerät jedoch nicht ein, sind Tablets mit Intels Atom-CPU, auf denen Windows 8 in der x86-Version läuft, doch mittlerweile ähnlich klein, leicht und ausdauernd wie die ARM-Konkurrenz - gleichzeitig aber weit vielseitiger einsetzbar.

Zuletzt hatte Microsoft mit einer Reihe von Maßnahmen versucht, Windows RT doch noch zu einem Erfolg zu machen. Dem Betriebssystem wurde das beliebte Mailprogramm Outlook kostenlos beigelegt, Windows-RT-Geräte wurden im Handel oft schon zu Schleuderpreisen angeboten und zuletzt sogar zu besonders günstigen Konditionen – 200 US-Dollar für ein Surface RT – Schulen angeboten. Alles ohne nennenswerten Erfolg, weshalb Microsofts nächstes Surface RT womöglich schon wieder das letzte seiner Art sein könnte.

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