Di, 21. November 2017

55 Minuten gefangen

20.06.2013 17:24

Elfjähriger Bub bei brütender Hitze in OÖ aus Auto befreit

55 endlose Minuten hat seine Qual gedauert: Eine Mutter aus Bad Goisern in Oberösterreich hatte am Dienstag beim Zahnarztbesuch in Bad Ischl ihren elfjährigen Sohn Justin bei brütender Hitze irrtümlich im Auto eingesperrt, weil sie glaubte, er könne jederzeit von innen aufmachen. Der Schüler wurde von der Rettung befreit.

Das Auto der Familie stand seit 15.15 Uhr auf der Ischler Promenade mitten in der prallen Sonne. Darin eingesperrt der elfjährige Justin. Er wollte nicht mit zum Zahnarzt und blieb daher im Auto. Mutter Tatjana Hack (36) hatte den Wagen per Fernbedienung verriegelt, bevor sie mit ihrer neunjährigen Tochter und Oma (62) zum Termin ging.

Die Mutter: "Ich hab geglaubt, dass er jederzeit aussteigen kann. Ich hatte noch nie ein Auto mit Fernbedienung, ich hab' nicht gewusst, dass man es von innen nicht öffnen kann." Als der Bub aussteigen wollte, merkte er erst, dass der Wagen zum Gefängnis geworden war. Und sich immer stärker aufheizte.

Passantin schlug Alarm
Er kletterte in den Kofferraum, wo noch ein bisschen Schatten war, klopfte dann in seiner Verzweiflung gegen die Heckscheibe. Erst nach einer halben Stunde bemerkte eine Passantin die Notlage und schlug Alarm. Als Rettung und Polizei eintrafen, war Justin bereits sehr geschwächt. Eine Seitenscheibe wurde eingeschlagen, der Bursche nach 55 Minuten befreit. Er wurde in einer nahen Apotheke mit einer Infusion erstversorgt und dann ins Ischler Spital gebracht.

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