Mi, 22. November 2017

Insektenschutz

11.06.2017 13:06

Tipps gegen die Gelsenplage in Heim und Garten

Mit den ersten heißen Tagen sind sie auch schon da: Gelsen verleiden so manchen lauschigen Sommerabend im Freien. Besonders störend sind sie in der Wohnung, wenn sie mit ihrem penetranten Summen den ohnehin leichten Schlaf in schwülen Sommernächten stören oder unmöglich machen. Besser also, die kleinen Blutsauger gar nicht erst in Haus oder Wohnung zu lassen.

Gelsen zählen zu den großen Spielverderbern so gut wie jeder sommerlichen Outdoor-Aktivität in den Abendstunden.

Chemie - oder doch nicht?
Im Freien ist es relativ schwierig, sich gegen den Gelsensturm wirksam zu wappnen. Spezielle Räucherspiralen vertreiben nicht nur die ungebetenen Insekten, sondern auch so machen Gast mit sensiblen Atemwegen. Lotions zum Auftragen auf die Haut helfen zwar kurzfristig, sind aufgrund möglicher allergischer Hautreaktionen aber auch nicht jedermanns Sache.

Bleiben also nur die chemischen "Bomben"? Im jährlich tobenden sommerlichen Kampf Mensch gegen Insekten erweisen sich chemischen Vernichter meist als recht wirksame Geschosse. Allerdings sollte man beim Einsatz auch die Folgewirkungen bedenken. Denn nicht nur dem als lästig empfundenen fliegenden Getier wird damit Schaden zugefügt, sondern auch unseren Haustieren sowie Vögeln, die ja Insekten fressen. Nicht zuletzt bekommen auch wir selbst dabei eine Ladung ab.

Moskitozelte und -netze
Eine Lösung für den Garten ganz ohne Gift können eigene Moskitozelte bieten. Ursprünglich stammen sie aus dem Campingbereich, haben sich aber innerhalb kürzester Zeit zu einem echten Renner entwickelt. Moskitozelte sind in verschiedensten Größen und Ausführungen erhältlich - vom Heimwerkerset bis hin zur aufstellfertigen Lösung.

Einfache Moskitozelte sind vor allem bei Eltern von kleineren Kindern äußerst beliebt. Die Zelte ermöglichen ein entspanntes Spielen im Freien und die Kids sind nicht nur gegen Gelsen-, sondern auch gegen die unter Umständen wesentlich schmerzhafteren Wespenstiche gut geschützt. Einen guten Überblick über die verschiedenen Angebote kann man sich im Internet verschaffen.

Insektenschutzgitter
Im Innenbereich von Haus und Wohnung gilt die Devise: Der beste Schutz ist jener, der die Gelsen gar nicht erst ins Haus lässt. Seit Jahrhunderten bewährt haben sich hier die einstigen Fliegengitter, die heute in einer oft wesentlich professionelleren Ausführung als Insektenschutzgitter bezeichnet werden. Der große Vorteil: Sie halten nicht nur zuverlässig die Gelsen ab, sondern auch Fliegen, Wespen und Co. Einzelne, wesentlich teurere Modelle verwehren gar Pollen den Einlass.

Ganz allgemein versteht man darunter eine Vorrichtung, die vor den Fenstern bzw. den Balkon- oder Terrassentüren angebracht wird, um das Eindringen von fliegenden Insekten in den Innenraum zu verhindern. Der wichtigste Bestandteil dabei ist der Netzteil, der entweder aus sehr feinem Maschengewebe - ähnlich dem Moskitonetz - oder Drahtgittern mit einer Maschengröße von ungefähr einem Millimeter besteht, um einerseits zuverlässig die Insekten auszusperren, andererseits aber auch noch genügend Licht durchzulassen.

Insektenschutzsysteme gibt es heute in einer schier unüberschaubaren Angebotsvielfalt. Auch die Preisklassen weisen eine beträchtliche Schwankungsbreite auf. Qualitätszeichen sind vor allem das Netzmaterial (Langlebigkeit, Lichtdurchlässigkeit etc.) und der Komfort in der Bedienung. Denn idealerweise sollte das Anbringen von Insektenschutzgittern sowie die zuverlässige Schutzfunktion keinerlei Einschränkungen in der Benutzbarkeit von Fenstern und Türen mit sich bringen. Sehr praktisch sind Insektenschutz-Rollos, die je nach Bedarf heruntergezogen werden können. Gute Qualität vorausgesetzt, sind sie äußerst lichtdurchlässig und praktisch.

Hochwertige Systeme mit Selbsteinbau
Mittlerweile steht aber auch für den Selbsteinbau eine Vielzahl von Lösungen zur Verfügung. Etwas teurer in der Anschaffung sind bereits fertige Insektengitter-Systeme, die man als Bausätze für die Selbstmontage kaufen kann. Der Montageaufwand hängt vom jeweils gewählten System ab.

Ähnlich wie Modelle, die am Fensterrahmen eingehängt werden, sind Insektenschutzvorhänge. Praktisch sind auch Insektenschutz-Klemmrollos, die sich meist sehr einfach in der passenden Größe zurecht schneiden lassen und dann einfach in die Laibung gehängt werden. Heimwerker sind auch in Sachen Insektenschutz klar im Vorteil. Denn mit etwas Geschick lassen sich ebenso professionelle wie auch günstige Lösungen umsetzen.

Natürliche Mittel
Wer Gelsen auf natürlichem Wege zu Leibe rücken möchte, kann sich mit Lavendel-, Nelken- oder Zitronenöl behelfen. Auch ätherische Öle wie Sandelholz oder Eukalyptus können helfen. Doch Achtung: nicht unverdünnt auf die Haut geben!

Unsere krone.at-Leser schwören auf Balkon und Terrasse auf Tomatenpflanzen, Katzenminze, Lavendel oder die Duftpelargonie "Lillibet". Auch mit Gewürznelken gespickte Zitronen oder Teebaumöl können helfen, die lästigen Tiere zu vertreiben. Auch Sie haben Anti-Gelsen-Tipps? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

Kronen Zeitung

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