Fr, 22. September 2017

Fast 33,9 TeraFlops

17.06.2013 11:32

Supercomputer: China deklassiert USA mit Tianhe-2

China hat sich mit dem Supercomputer Tianhe-2 der National University of Defense Technology in der südchinesischen Stadt Guangzhou an die Spitze der Top-500-Liste der Supercomputer gesetzt – und zwar mit Abstand. Mit einer Rechenleistung von 33,86 Teraflops ist Tianhe-2 beinahe doppelt so schnell wie der bisherige Spitzenreiter Titan des US-amerikanischen Oak Ridge National Lab. Für Titan währte der Platz an der Spitze nur kurz. Ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme muss sich der Cray-Supercomputer der chinesischen Konkurrenz schon wieder geschlagen geben.

Der Führungswechsel bei der Rechenleistung der Supercomputer wurde im Zuge der Veröffentlichung der aktualisierten Top-500-Liste der Supercomputer bekannt. Die neue Rangliste wurde bei der derzeit in Leipzig stattfindenden Supercomputerkonferenz ISC'13 bekannt gegeben. Tianhe-2 erledigt demnach rund 33.860 Trillionen Gleitkomma-Rechenoperationen pro Sekunde - Weltrekord.

Mit Tuning das Maximum herausgekitzelt
Einem Bericht des IT-Portals "Heise" zufolge habe China Tianhe-2 in den letzten Tagen vor der Ranglistenerstellung noch einmal einem Tuning unterzogen und so die Rechenleistung von 30 auf jetzt 33,86 Teraflops erhöht. Der südchinesische Rechenkünstler soll Forschung und Bildung in der Region entscheidend vorantreiben, heißt es im Report zum neuen Supercomputer, den Top-500-Mitarbeiter Jack Dongarra ins Netz gestellt hat.

Im Inneren von Tianhe-2 arbeiten 32.000 nicht offiziell erhältliche Intel-Serverprozessoren des Typs Xeon Ivy Bridge EP, denen 48.000 kleinere Xeon-Phi-Coprozessoren zur Seite stehen – mit je 57 Rechenkernen. Die Software für den Supercomputer stammt aus chinesischer Eigenentwicklung. Der Stromverbrauch von Tianhe-2: sagenhafte 17,8 Megawatt – und da ist die externe Kühlung noch gar nicht eingerechnet.

USA bei Rechenleistung trotzdem führend
Auch wenn China jetzt offiziell den schnellsten Supercomputer der Welt hat, in puncto Rechenleistung sind die USA dem Reich der Mitte weiterhin überlegen. Nicht nur bekleiden die Vereinigten Staaten mit ihren Hochleistungsrechnern Titan (siehe Infobox) und IBM Sequoia die Plätze zwei und drei im Ranking, sie stellen mit 253 Platzierungen überhaupt den Großteil der in der Top-500-Liste verglichenen Rechner.

In den Top Ten finden sich neben dem Tianhe-2, Fujitsus K Computer (Platz vier) des japanischen RIKEN-Laboratoriums, dem deutschen Hochleistungsrechner JuQUEEN (7.) des Forschungszentrums Jülich, der deutsche SuperMUC (9.) und Tianhe-2-Vorgänger Tianhe-1A (10.) ausschließlich US-amerikanische Konstruktionen. Das ausführliche Ranking inklusive Rechenleistung und Prozessortyp gibt's auf der Top-500-Website.

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