So, 19. November 2017

Technischer Defekt

18.06.2013 08:52

Zweifacher Vater stirbt bei Großbrand in den Flammen

Ein zweifacher Familienvater ist am Sonntagabend im oberösterreichischen Weilbach beim Brand seines landwirtschaftlichen Anwesens ums Leben gekommen. Der 36-Jährige hatte mit mehreren Helfern versucht, seine Rinder vor den Flammen zu retten. Als Teile der Decke zu Boden stürzten, schaffte es der Landwirt nicht mehr, rechtzeitig aus dem Gebäude zu flüchten. Die Brandursache war ein technischer Defekt in einem Heutrocknungsofen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Das Feuer auf dem Anwesen war kurz vor 18 Uhr ausgebrochen. Die Flammen breiteten sich rasend schnell aus, binnen weniger Minuten stand das Gebäude in Vollbrand, die gewaltige Rauchsäule war weithin sichtbar.

Decke der Stallung stürzte ein
Insgesamt 13 Feuerwehren mit 173 Mann rückten daraufhin zum Einsatzort aus. Bei ihrer Ankunft hatte sich der Brand bereits auf den Rinderstall ausgebreitet. Der 36-Jährige rannte mit weiteren Helfern der Feuerwehr in die Stallung, um die Tiere herauszutreiben und vor den Flammen zu retten. Das Feuer hatte zu diesem Zeitpunkt das Dach bereits instabil gemacht, wenig später stürzte die Decke ein. Während sich die Helfer in letzter Sekunde aus dem Stall retten konnten, schaffte es der Familienvater nicht mehr rechtzeitig - er kam in den Flammen ums Leben.

Einige Rinder konnten gerettet werden, rund 20 verendeten jedoch im Feuer. Ein Übergreifen des Brandes auf das Wohnhaus konnte verhindert werden, der finanzielle Schaden wird auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt. Viel schwerer wiegt jedoch der Tod des 36-Jährigen, der eine Frau und zwei Kinder hinterlässt.

Bürgermeister: "Das ist wirklich eine Katastrophe"
"Ehrlich, ich bin sprachlos. Ich hab' ein sehr freundschaftliches Verhältnis zur Familie, kenne die Eltern vor allem durch den Seniorenbund. Das ist wirklich eine Katastrophe. Die Feuerwehr hat Tolles geleistet. Leider ist dieses Unglück passiert. Wir wissen noch gar nicht, wie wir der Familie helfen können", erklärte Bürgermeister Hermann Vorauer bestürzt.

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