Sa, 18. November 2017

Alle Babys gestorben

17.06.2013 17:09

W: Hochträchtige Katze in Koffer gezwängt

Jener grausame Fall von Tierquälerei, der am Sonntag von Mitgliedern des Wiener Tierschutzvereins dokumentiert worden war, hat ein trauriges Ende genommen. Eine Maine-Coone-Katze war hochträchtig in einen Koffer gezwängt worden. In Gefangenschaft warf sie vier Jungtiere. Eine der kleinen Katzen verendete kurz nach der Geburt. Am Montag verloren die Tierschützer schließlich den Kampf um das Leben der übrigen drei Katzenbabys.

Bei der U2-Station beim Ernst-Happel-Stadion im Wiener Bezirk Leopoldstadt war der grausame Fund gemacht worden. Mindestens 18 Stunden war das Tier mit seinen Jungtieren in einen viel zu heißen Koffer eingepfercht. "Das Tier war nach seiner Befreiung dermaßen verstört, dass die Tierärzte Probleme hatten, es überhaupt zu berühren", schilderte Petrovic.

"Wir werden natürlich Anzeige wegen Tierquälerei erstatten. Ich bin gespannt, ob die Exekutive endlich einmal versuchen wird herauszufinden, wer so etwas tut", erklärte Vereinspräsidentin Madeleine Petrovic. Laut Polizei werden derzeit die Bänder der U-Bahn-Kameras ausgewertet.

Tierschutzverein bietet Belohnung von 1.000 Euro
Petrovic hofft indes auf Hinweise aus der Bevölkerung: "Ich bin bereit, für sachdienliche Hinweise, die zur rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen, eine Belohnung von 1.000 Euro auszusetzen", so die Tierschützerin. Außerdem wolle Petrovic die Tiere obduzieren lassen, um die genaue Todesursache herauszufinden.

Gleichzeitig appellierte die Vereinspräsidentin an Tierbesitzer, die keine mehr sein wollen: "Es gibt genügend Möglichkeiten, ein Tier in gute Obhut zu geben. Man muss so etwas nicht machen."

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