Di, 17. Oktober 2017

Für "Bad Bank"

15.06.2013 18:27

Glawischnig will U-Ausschuss zu Hypo-Desaster

Für Eva Glawischnig ist "das Desaster mit der Hypo Alpe Adria das größte Finanzdebakel der Zweiten Republik". Die Grünen-Chefin verlangt "je früher, desto besser" einen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Vorgänge um die Kärntner Bank. Insbesondere die Notverstaatlichung der Hypo unter dem damaligen ÖVP-Finanzminister Josef Pröll gehöre genau untersucht, sagte Glawischnig zur "Krone".

Der Schaden, den das Hypo-Desaster hinterlassen werde, könnte jeden Österreicher mit umgerechnet 1.350 Euro belasten, haben die Grünen ausgerechnet. Aus Sicht von Glawischnig wäre das Debakel jedenfalls in dieser Höhe vermeidbar gewesen, wenn richtig reagiert worden wäre.

"Die Notverstaatlichung der Hypo Alpe Adria im Jahr 2009 unter Finanzminister Josef Pröll wurde dilettantisch und zum Nachteil Österreichs durchgeführt", sagte Glawischnig am Samstag. Die Verträge wären derart schlecht verhandelt worden, dass beispielsweise der ehemalige Eigentümer, die Bayerische Landesbank, jedem weiteren Schritt in Sachen einer Abwicklungsbank ("Bad Bank") zustimmen müsse.

Fekter "vergrößert Schaden für Steuerzahler"
Mit einer solchen Abwicklungsbank könnte eine Trennung in einen "schlechten" und einen "guten" Teil der Bank erfolgen. Diesen Schritt würde aber Finanzministerin Maria Fekter verweigern, sagt Glawischnig. "Durch diese Blockade vergrößert Fekter den Schaden für die Steuerzahler", meinte die Chefin der Grünen.

Um die Hintergründe dieser Reihe schwerwiegender Fehler aufzuklären, drängen die Grünen jetzt auf die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. Glawischnig: "Die ÖVP hat mit dem Hypo-Debakel ihre Wirtschaftskompetenz endgültig verspielt. Um zu retten, was noch zu retten ist, braucht es noch vor dem Sommer die Gründung einer 'Bad Bank', und die Vorgänge rund um die von Josef Pröll durchgeführte Notverstaatlichung müssen aufgeklärt werden."

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden