Mo, 20. November 2017

Wiener Stadthalle

13.06.2013 23:57

Alicia Keys eroberte Publikum mit Bühnenpräsenz

Power und Soul herrschten am sommerlich-warmen Donnerstagabend in der gut gefüllten, aber nicht ausverkauften Wiener Stadthalle. Mit ihrer "Set The World On Fire"-Tour trieb die US-amerikanische Soulsängerin Alicia Keys die Temperaturen noch weiter nach oben - trotz leichter Verspätung und zaghaften Beginns.

Etwas zaghaft und verhalten - so präsentieren sich R&B-Topstar Alicia Keys und das Publikum in der Wiener Stadthalle am Beginn ihres Österreich-Gastspiels im Zuge der "Set The World On Fire"-Tour. Mit gut halbstündiger Verspätung betritt die 32-Jährige nach einem kurzen New-York-Video-Intro die Bühne und greift bei "Karma" und "You Don't Know My Name" überraschenderweise auf ältere Songs zurück. Erst mit "Tears Always Win" liefert sie Material ihres aktuellen Erfolgsalbums "Girl On Fire" ab. Mit einem Baustein-artigen Oberteil, enger schwarzer Hose und Hut schreitet sie über die Bühne und repräsentiert dabei ihr Live-Alter-Ego: eine erfolgreiche Künstlern von divenhafter Anmut, die trotzdem mit Sympathie und guter Laune überzeugt.

Beeindruckende Bühnenpräsenz
Doch bei Alicia Keys war das Rundherum schon immer sekundär, die tragende Rolle spielt ihre power- und soulvolle Stimme, die oftmals an die große Whitney Houston erinnert. Jubelbekundungen der Fans muss sich Keys trotz ihrer offensichtlichen Präsenz aber hart erarbeiten. Knackpunkt ist ihr erfolgreicher Debüt-Hit "Fallin'", den die Jungmutter - Söhnchen Egypt ist mit auf Tour - mit beneidenswerter Leidenschaft intoniert und damit endgültig das Eis bricht. Von zwei Videowänden flankiert und durch hervorragende visuelle Effekte unterstützt, zeigt Keys ihre wahre Stärke am Piano. Gerade wenn die New Yorkerin auf ihrem Stamminstrument musiziert, spürt man ihre Freude und Liebe zu den Kompositionen.

Die hervorragenden Backgroundsänger - die sich bei einem Cover-Medley sogar an der Bühnenfront feiern lassen dürfen - und gut einstudierte Tanzeinlagen verstärken den gemütlichen Abend, der angenehmerweise von der Musik und nicht von Pomp und Trara lebt. Im Gegensatz zu Branchenkolleginnen wie etwa P!nk, Christina Aguilera oder Jennifer Lopez verzichtet Alicia Keys auf überkandidelte Showeffekte, bombastische Bühnenkonstruktionen und viertelstündliche Kleidungswechsel. Eine durchaus angenehme Begleiterscheinung, die auch perfekt zu den dargebotenen Songs passt.

Partystimmung
Zwischen "Limitedless" und "Unbreakable" fallen schließlich alle Schranken und das Publikum nimmt die Einladung von Alicia Keys - "fühlt euch frei und tut, was euch Spaß macht" - gerne an, um vor dem Bühnenrand eine ausgelassene Konzertparty steigen zu lassen. Die Tophits "No One" und "Girl On Fire" leiten zum finalen Schlusspunkt - dem hervorragenden "Empire State Of Mind", das Keys in einem purpur-glitzernden Cocktailkleid vorträgt und damit auch die letzten Sitz- in Stehplätze verwandelt. Gut Ding braucht manchmal eben Weile.

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