Mi, 18. Oktober 2017

Interview

15.06.2013 17:00

Paul McCartney im Gespräch über sein Wien-Konzert

Beatles-Legende Sir Paul McCartney zeigt sich auch mit mehr als 70 Jahren noch nicht müde und werkt neben seiner aktuellen Tour schon wieder am nächsten Album. Im Interview plaudert er über die Beatles, seine verstorbene Frau Linda und sein Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion.

Paul McCartney hat nicht viel Zeit. In den Pausen seiner aktuellen Tour werkt er unermüdlich am neuen Album – wenn er nicht gerade, wie vor zehn Tagen, für wenige Stunden nach Wien jettet, um hier die Foto-Retrospektive seiner verstorbenen Frau Linda zu eröffnen. Für ein Interview blieb auch da keine Zeit, das gibt er in einer ruhigen Minute im Auto auf dem Weg ins Tonstudio.

Keine Lust auf Ruhestand
"Ich bin gerade dabei, das Album zu beenden – und das macht mich sehr glücklich", lacht er fröhlich am Telefon. Er feiert seinen 71. Geburtstag – ein stolzes Alter, in dem man sich ruhig ein wenig zurücklehnen, den Ritterorden der Queen polieren und auf wohlklingenden Lorbeeren wie "Yesterday" oder "Hey Jude" ausruhen könnte. Doch Sir Paul nimmt den Job einer lebenden Legende wirklich ernst – und wird nicht müde, das gigantische Erbe der Beatles hochzuhalten.

"Je älter ich werde, umso stolzer bin ich darauf, bei den Beatles gewesen zu sein. Sie haben wirklich ihren Platz in der Weltgeschichte", gesteht er. "Und ich bin sehr stolz, dass die Menschen immer noch Beatles hören. Es hätte ja auch leicht passieren können, dass die Band in Vergessenheit gerät. Doch das Gegenteil ist der Fall. Durch iTunes verkaufen die Beatles heute mehr, als sie es je getan haben."

Dankbar für die Karriere
Und so genießt er es auf seiner Tour, die Fans 50 Jahre zurück in die Musikgeschichte mitzunehmen – und mit ihnen zu unverwüstlichen Songs wie "Eight Days A Week", "We Can Work It Out" oder "Blackbird" in Erinnerungen zu schwelgen. "Das Publikum bringt mir immer noch so eine Wärme entgegen, das ist wunderbar", schwärmt er. "Als der Erfolg der Beatles begann, hat man uns immer wieder gefragt: Was glaubt ihr, wie lange es euch geben wird? Wir meinten damals, zehn Jahre, wenn wir Glück haben. Eigentlich haben wir schon daran nicht geglaubt. Dass wir musikalisch überlebt haben, immer noch so populär sind, begeistert mich!"

Und so verschiebt er die Rock-Rente auf unbestimmte Zeit. "Ich bin sehr glücklich, dass ich Musik machen darf. Wäre es nicht mein Job, dann wäre die Musik eben mein Hobby, auch wenn ich kein Geld dafür bekommen würde", lacht er.

Mega-Show im Happel-Stadion
Am 27. Juni kommt er wieder nach Wien – diesmal ein bisschen länger. Im Happel-Stadion wird er mehr als drei Stunden die Hits der Beatles, der Wings und seine Solo-Songs zum Besten geben. "Es wird eine fröhliche Party werden", verspricht er. Vielleicht bleiben ihm auch noch ein paar ruhige Minuten, um ins Kunsthaus zu den Bildern von Linda McCartney zurückzukehren. "Sie war eine sehr angenehme Fotografin, das haben viele bestätigt, bei ihr hat man sich wohl und geborgen gefühlt. Diese Intimität sieht man in ihren Bildern", schwärmt er. "Als wir geheiratet haben, ist ihre Arbeit ein bisschen in den Hintergrund getreten, plötzlich war sie nur noch die Frau von Paul McCartney, dabei war sie selbst eine große Künstlerin."

Es gibt noch Karten für sein "Krone"-Konzert am 27. Juni im Wiener Happel-Stadion, unter 01/960 96 999 oder im "Krone"-Ticketshop. "Ich freue mich schon sehr auf die österreichischen Fans!"

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