Sa, 18. November 2017

Mädchen gerettet

09.06.2013 10:38

Hunde-Heldin verlor halbe Schnauze: Erfolgreiche OP

Heldenempfang auf den Phillippinen: Hündin "Kabang" hatte sich im Dezember 2011 zwischen zwei kleine Mädchen ihrer Familie und ein heranbrausendes Motorrad gestellt. Beim Zusammenprall verlor sie die Hälfte ihrer Schnauze, die Mädchen blieben unversehrt. Jetzt ist die Retterin auf vier Pfoten in den USA operiert worden, um die klaffende Wunde zu schließen und so die Anfälligkeit für Krankheiten zu vermindern. In der Heimat wurde Kabang am Wochenende bei ihrer Rückkehr gefeiert.

Es ist für viele ein schrecklicher Anblick: Kabang, eine kleine hellbraune Mischlingshündin von den Philippinen, lebt seit eineinhalb Jahren nur mit einer halben Schnauze. Nase und Oberkiefer ihres Gesichts fehlen, die Zunge hängt fast zur Gänze aus dem Maul. Doch egal, wie furchtbar der Anblick anmuten mag: Es zählen letztlich die inneren Werte. Und die stellte Kabang mehr als deutlich unter Beweis.

"Hero Dog" überlebte schwer verletzt
Als "Hero Dog" wurde sie Ende 2011 eine nationale Berühmtheit, weil sie zwei kleinen Mädchen das Leben rettete. Sie warf sich vor ein Motorrad, um die elf Jahre alte Tochter ihres Herrchens und deren dreijährige Cousine zu schützen. Dabei wurde sie jedoch so schwer verletzt, dass ihr kaum Überlebenschancen gegeben wurden. Doch das Wunder geschah und Kabang überlebte - allerdings schwer entstellt und mit ständig offenen Wunden.

Spendensammlung ermöglichte OP in den USA
Für Abhilfe sorgten jetzt Tiermediziner aus den USA. Nachdem Kabang auf den Philippinen eigentlich schon eingeschläfert werden sollte, ihr Besitzer sich aber weigerte, wurde im Internet kurzerhand eine Spendensammlung "Care For Kabang" für die Helden-Hündin gestartet. Mehr als 20.000 Dollar aus rund zwei Dutzend Ländern konnten so gesammelt werden, damit Kabang nach Kalifornien reisen konnte. Dort ermöglichten Experten mittels Operation, dass sich die Wunden im Gesicht der Hündin endgültig schließen können.

Festlicher Empfang für Heimkehrerin
Am 3. Juni wurde sie in Kalifornien aus dem Krankenhaus entlassen, mit guten Aussichten auf vollständige Genesung - auch ohne Oberkiefer. Mit verbesserter Lebensqualität kehrte Kabang nun am Wochenende in ihre Heimat zurück, wo ihr ein Empfang mit allen Ehren bereitet wurde. Ein eigens gegründetes "Team Kabang" organisierte ein Fest für den heldenhaften Vierbeiner.

Wie "Care For Kabang" auf Facebook mitteilte, muss sich die Hündin keine Sorgen um ihre Zukunft machen: Der Pharmakonzern Pfizer werde sie den Rest ihres Lebens kostenlos mit Medizin versorgen. Die Hundefutter-Firma Pedigree werde sich zudem künftig um das leibliche Wohl des Vierbeiners kümmern, hieß es in einer Mitteilung.

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