So, 19. November 2017

Besonders sicher

07.06.2013 12:08

Patent: Google will Passwort durch Grimassen ersetzen

Der US-Internetkonzern Google hat schon mehrfach seine Sorge wegen der Unsicherheit traditioneller Passwörter geäußert. Ein Patentantrag zeigt jetzt, wodurch Google das Passwort ablösen will: durch lustige Grimassen, die von der Smartphone-Kamera eingefangen und auf ihre Richtigkeit überprüft werden.

Der Hintergedanke: Während Gesichtserkennungs-Software mit einem einfachen Foto an der Nase herumgeführt werden kann, sind Grimassen und Gesichtsbewegungen bei jedem Menschen einzigartig. Wie die Nachrichtenwebsite "The Atlantic Wire" berichtet, setzt Googles Grimassen-Idee genau hier an.

Im Patentantrag heißt es, dass man eine "Blinzel- oder Zwinkergeste, eine Augenbewegung, ein Lächeln, ein finsteres Dreinschauen, ein Herausstrecken der Zunge, einen offenen Mund, eine Augenbrauenbewegung, eine gerunzelte Stirn oder eine gerümpfte Nase" für die Grimassen-Passwörter einsetzen könnte.

Kombinierte Grimassen sind sogar noch sicherer
Bei Google glaubt man, diese individuellen Grimassen seien einzigartig genug, damit Hacker sie nicht fälschen können. Noch sicherer könnten Grimassen-Passwörter gemacht werden, indem für ein einzelnes Passwort mehrere Grimassen kombiniert und in einer bestimmten Reihenfolge gezeigt werden müssen.

Der Zeitung zufolge gibt es allerdings ein Problem bei Googles Idee: Der durchschnittliche Internetnutzer verfügt nämlich über eine Vielzahl verschiedener Passwörter für verschiedene Websites. Müssten all diese Passwörter durch verschiedene Grimassen ersetzt werden, so wäre es wohl schwer, sich all die Gesichtsverrenkungen auch zu merken. Vielleicht sogar schwerer, als sich normale Passwörter zu merken.

Technik soll Passwörter verwalten und Menschen erkennen
Das Ziel müsse deshalb sein, die verschiedenen vom Nutzer verwendeten Passwörter dem Handy oder Computer zur Verwaltung zu überlassen und dem technischen Gerät zu bestätigen, dass man wirklich ist, wer man zu sein vorgibt. Hier könnte eine einzelne, schwer zu kopierende Grimasse oder gar eine Aneinanderreihung verschiedener Gesichtsgesten durchaus ein praktikables Mittel sein.

Wer sich jetzt fragt, wieso Google nicht einfach die Smartphonekamera als Netzhaut-Scanner nutzen will: Die Iris ist offenbar einfacher zu fälschen als eine Grimasse. "Netzhäute sind relativ statische Dinge. Sie haben nur eine begrenzte Spanne von Veränderungen, und eine Veränderung ist ein fundamentaler Bestandteil jeder Art von Biometrie", zitiert die Website den Sicherheitsexperten Kevin O’Brien. Witzige Grimassen hingegen führen viele Veränderungen im Gesicht herbei.

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