Mo, 20. November 2017

„Fernbedienung“

07.06.2013 10:05

Forscher testen Geldabhebung per Smartphone

Per Wisch auf dem Smartphone am Bankomaten Geld abheben - dies könnte schon bald Wirklichkeit werden. Gemeinsam mit Industriepartnern hat das Wiener Forschungsinstitut CURE jetzt einen Prototypen für die Nutzung von Geldautomaten per Smartphone entwickelt. Diese "Second Screen"-Technologie komme den Nutzerbedürfnissen umfassenden Forschungsergebnissen zufolge in besonderer Weise entgegen, so die Experten für Bedienbarkeit in einer Aussendung.

Das Smartphone des Nutzers wird dabei als sogenannter Second Screen verwendet, um eine Interaktion mit dem First Screen, also etwa der Bedienoberfläche des Geldautomaten zu ermöglichen. Das mobile Gerät muss dafür per NFC mit dem Automaten verbunden werden, um eine interaktive Behebung zu starten. Eine allenfalls gewünschte Stückelung der Banknoten könne bei diesem System ganz einfach mit einer Wischgeste via Handy-Bildschirm erreicht werden, so CURE.

Dem Benutzer- und Bedienungskomfort sei im Zuge des Forschungsprojekts "Second Screen Interaction with Kiosk Systems" zentrale Bedeutung beigemessen worden, berichtet das Forschungsinstitut. In eigenen Laborstudien habe man die Prototypen vor allem auf Nutzerfreundlichkeit, Nutzer-Erlebnisqualität und Akzeptanz untersucht: Anwender würden es demnach vorziehen, statt traditioneller "Berührungseingabe" den Geldautomaten per Smartphone – gewissermaßen wie mit einer Fernbedienung - zu steuern.

"Die Synergie der beiden Screens wirkt sich positiv auf die User Experience der Benutzer aus und erleichtert die Interaktion mit dem Geldautomaten. Eine Revolution der Screeninteraktion wird somit immer greifbarer", sagt CURE-Geschäftsführer Manfred Tscheligi. Das Forschungsprojekt ist Teil des sogenannten "Advanced Interface Research"-Projekts, kurz AIR, dessen Ziel das Erforschen neuer Wege der Interaktion zwischen Mensch und technologischen Systemen mit Augenmerk auf den Bedienenden ist.

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