So, 19. November 2017

Schäden enorm

03.06.2013 13:34

Aufräumarbeiten im Westen Österreichs im Gang

Nachdem sich im Westen Österreichs die Hochwasserlage entspannt hatte, ist am Montag mit den Aufräumarbeiten begonnen worden. Den Einsatzkräften bot sich dabei ein weitgehend verheerendes Bild. Das genaue Ausmaß der Schäden könne man erst nach und nach erheben. Vorarlberg musste indes ein Todesopfer vermelden. Jener 58-Jährige, nach dem seit Sonntag gesucht wurde, ist am Montag tot aufgefunden worden.

Der Mann hatte am Samstagabend eine Feier besucht, von der er nicht nach Hause zurückgekehrt war. Weil sein Heimweg am Koblacher Kanal in Mäder (Bezirk Feldkirch) entlangführte, wurde befürchtet, dass er in das Hochwasser führende Gewässer gestürzt war. Am Montag gegen 10.40 Uhr wurde die Leiche des Mannes dann im Bereich des Ortsendes von Altach entdeckt. Er ist aller Wahrscheinlichkeit nach ertrunken.

Vorarlberg "mit blauem Auge davongekommen"
Indes laufen die Aufräumarbeiten in Vorarlberg. Generell sei das Bundesland beim Unwetter der vergangenen Tage nach Angaben von Landeshauptmann Markus Wallner "mit einem blauen Auge davongekommen". Man habe sehr großes Glück gehabt. Hätten die Niederschläge zwei oder drei Stunden länger angehalten, "so hätte das zu einer Katastrophe geführt", sagte Wallner.

Die Aufarbeitung der Hochwassereinsätze sei bereits begonnen worden, bis spätestens Ende der Woche soll ein Überblick über die entstandenen Schäden vorliegen, informierte der Landeshauptmann. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man aber sagen, dass hinsichtlich größerer Schäden nichts bekannt sei.

Aufräumarbeiten in Salzburg auf Hochtouren
Der Assistenzeinsatz zur Unterstützung der zivilen Helfer bei den Aufräumarbeiten nach den Überschwemmungen und Vermurungen wurde vom Bundesheer auch am Montag fortgesetzt. "Derzeit unterstützt das Bundesheer mit rund 700 Soldaten die zivilen Einsatzkräfte in den Katastrophengebieten. Weitere 2.000 Soldaten halten sich für Einsätze bereit. Das Bundesheer kann und wird seine Unterstützung bei Bedarf noch weiter erhöhen", so Klug.

In dem vom Hochwasser besonders betroffenen Oberndorf im Salzburger Flachgau liefen am Montag die Aufräumarbeiten mit aller Kraft an. Dort standen weite Teile des Ortes unter Wasser. Es wurde versucht, dieses wieder in die Salzach zurückzupumpen, erst dann könne auch mit den Kellern begonnen werden, sagte Katastrophenschutzreferent Markus Kurcz. Er erwartet in Oberndorf aber auch noch einige Umwelt-Einsätze durch Öl, das aus Heizkesseln getreten ist.

"Dieses Hochwasser geht an ein 100-jährliches Ereignis heran. Nicht nur wegen der Salzach, sondern auch wegen der Zuflussgewässer im Hinterland. Es sind große Schäden entstanden", sagte Bürgermeister Peter Schröder mit schon etwas müder Stimme.

Ausmaß der Schäden noch nicht bekannt
In der Stadt Salzburg hat sich die Lage weiter entspannt. Alle Stege und Brücken seien seit Montag früh wieder geöffnet, sagte Karl Schupfer vom Informationszentrum des Magistrates. "Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren", so der Beamte. Im gesamten Pinzgau galt auch am Montag nach wie vor Katastrophenalarm. "Hier beginnt jetzt das planmäßige Aufräumen. Im Lauf des Tages werden rund 300 Bundesheer-Kräfte und zwei Bundesheer-Hubschrauber die Hilfsmannschaften unterstützen", kündigte Kurcz an.

Erst nach und nach könne man jetzt beginnen, das genaue Ausmaß der Schäden zu erheben und mit den notwendigen Maßnahmen zu beginnen, sagte Kurcz. Weitere Murenabgänge und Hangrutschungen seien bei Starkregen aber immer noch möglich.

Verheerendes Bild in Tirol
Nach dem massiven Hochwasser im Tiroler Unterland haben auch hier die Aufräumarbeiten begonnen. Für die Einsatzkräfte bot sich dabei ein verheerendes Bild, zum Teil sind die Schäden enorm, insbesondere im arg getroffenen Ort Kössen im Bezirk Kitzbühel.

Insgesamt würden zudem 125 Mann des Bundesheeres bei den Aufräumarbeiten im Bezirk Kitzbühel mithelfen. Die Einsatzkräfte mussten gebietsweise aber auf den Rückgang des Wassers warten. In Tirol seien rund 60 Soldaten im Raum St. Johann im Einsatz. Ab Dienstag früh sollen rund 200 Soldaten vor allem Aufräumarbeiten leisten.

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