Sa, 18. November 2017

GP von Monaco

25.05.2013 15:03

Nico Rosberg holt in Monte Carlo Pole vor Hamilton

Nico Rosberg hat am Samstag seine Ambitionen auf einen "Heimsieg" beim Grand Prix von Monaco untermauert. Der 27-jährige Deutsche war nach drei Trainingsbestzeiten auch im Qualifying der Schnellste und holte sich die Pole Position. Zweiter wurde sein Mercedes-Teamkollege, der Brite Lewis Hamilton, WM-Leader Sebastian Vettel landete auf Rang drei.

Für Rosberg ist es die dritte Pole in Serie, die Vierte seiner Karriere. "Das ist sehr speziell, gerade hier", versicherte der 27-jährige Deutsche, der in Monaco lebt. Seinen bisher einzigen Rennsieg hatte Rosberg im Vorjahr in China eingefahren, in dieser Saison stand er noch nicht auf dem Podest. "Ich bin ein bisschen zuversichtlicher als in Barcelona, die Strecke sollte uns entgegenkommen", meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Reifen als Fragezeichen bei Mercedes
Die Silberpfeile hatten zuletzt im Rennen mit starkem Reifenabbau zu kämpfen, konnten aus den guten Startpositionen daher nie wirklich Kapital schlagen. Das könnte im Fürstentum bei Temperaturen um höchstens 20 Grad anders sein. "Wir verlassen uns nicht darauf, dass die Reifen von Mercedes wieder einbrechen", betonte Red Bulls Motorsport-Chef Helmut Marko. "Das ist ein Straßenkurs, da sind die Reifen nicht so beeinträchtigt", glaubt der Grazer.

Die "Bullen" trauerten einem kleinen Fehler von Vettel im Schlusssektor nach, der die entscheidende Zehntelsekunde auf Rosberg gekostet haben könnte. "Wir sind nicht ganz zufrieden", erklärte Marko. "Vettel hätte Pole Position fahren können." Nun müsse man sich auf die eigene Strategie verlassen, um an den Mercedes vorbeizukommen. Marko: "Ich hoffe, dass sie nicht zu langsam fahren und sich kein Zug entwickelt." Im Fürstentum gibt es kaum Überholmöglichkeiten.

Erst hinter Webber folgten Vettels erste WM-Verfolger Kimi Räikkönen im Lotus und Fernando Alonso im Ferrari. Der Finne liegt nach dem ersten Saisonviertel vier, der Spanier 17 Zähler hinter dem Titelverteidiger. "Die Runde war nicht 100 Prozent sauber, deswegen bin ich ein bisschen sauer auf mich", gestand Vettel. "Aber ich bin froh, dass kein Ferrari und kein Lotus vor mir steht. Ich denke, wir haben eine gute Chance, das Rennen zu gewinnen."

Vierter Monaco-Sieg en suite für Red Bull?
Es wäre der vierte Monaco-Sieg in Folge für den österreichisch-englischen Rennstall. Im Vorjahr triumphierte Webber vor Rosberg und Alonso, 2011 durfte Vettel zu Albert II. in die Fürstenloge, 2010 stand Webber auf dem Podest ganz oben. "Wir müssen auch auf die WM schauen", erinnerte Marko. "Wenn ein Sieg zu erschnüffeln ist, dann muss man aber die Chance nützen." Viel dürfte auf den Start ankommen - und auf die äußeren Bedingungen.

Die haben sich im Qualifying fast minütlich geändert. Die ersten beiden Abschnitte (Q1 und Q2) gingen überwiegend auf Intermediate-Reifen, das Finale auf Slicks über die Bühne. Ein weiteres Lebenszeichen gaben die zu Saisonbeginn schwächelnden McLaren mit den Startpositionen sieben und neun für Sergio Perez bzw. Ex-Weltmeister Jenson Button ab. Dazu schaffte es Toro-Rosso-Youngster Jean-Eric Vergne als Zehnter in die Entscheidung.

Massa startet nach Unfall am Ende des Feldes
Alonsos Teamkollege Felipe Massa dagegen nimmt das Rennen vom letzten Startplatz aus in Angriff. Nach einem schweren Unfall im letzten freien Training wurde sein Auto nicht mehr rechtzeitig für das Qualifying wiederhergestellt. Laut Ferrari-Angaben war ein Fahrfehler für den heftigen Abflug in der ersten Kurve (Sainte Devote) verantwortlich. Dort könnte es sich am Sonntag auch beim Rennstart abspielen.

Das Ergebnis des Qualifyings:

Rang Fahrer Team Q1 Q2 Q3
1 Nico Rosberg Mercedes 1:24.620 1:16.135 1:13.876
2 Lewis Hamilton Mercedes 1:23.779 1:16.265 1:13.967
3 Sebastian Vettel Red Bull 1:24.243 1:15.988 1:13.980
4 Mark Webber Red Bull 1:25.352 1:17.322 1:14.181
5 Kimi Räikkönen Lotus 1:25.835 1:16.040 1:14.822
6 Fernando Alonso Ferrari 1:23.712 1:16.510 1:14.824
7 Sergio Perez McLaren 1:24.682 1:17.748 1:15.138
8 Adrian Sutil Force India 1:25.108 1:17.261 1:15.383
9 Jenson Button McLaren 1:23.744 1:17.420 1:15.647
10 Jean-Eric Vergne Toro Rosso 1:23.699 1:17.623 1:15.703
11 Nico Hülkenberg Sauber 1:25.547 1:18.331
12 Daniel Ricciardo Toro Rosso 1:24.852 1:18.344
13 Romain Grosjean Lotus 1:23.738 1:18.603
14 Valtteri Bottas Williams 1:24.681 1:19.077
15 Giedo van der Garde Caterham 1:26.095 1:19.408
16 Pastor Maldonado Williams 1:23.452 1:21.688
17 Paul di Resta Force India 1:26.322
18 Charles Pic Caterham 1:26.633
19 Esteban Gutierrez Sauber 1:26.917
20 Max Chilton Marussia 1:27.303
DNQ Jules Bianchi Marussia ohne Zeit
DNQ Felipe Massa Ferrari ohne Zeit

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