Fr, 24. November 2017

Flucht misslungen

11.05.2013 12:25

Alkolenker wollte Polizei nach Unfall in Sbg austricksen

Kuriose Szenen am Donnerstagabend auf der Westautobahn beim Grenzübergang Walserberg in Salzburg: Ein 38-jähriger Unternehmer soll mit 1,44 Promille zuerst seinen Porsche 911 zu Schrott gefahren und danach seinen 34 Jahre alten Hausmeister als Sündenbock hingestellt haben. Die Polizei konnte die Hintergründe aber aufklären. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.

Gegen 22 Uhr war es zu dem Unfall auf der Tauernautobahn gekommen. Der Porsche 911 war gegen eine Betonwand und anschließend gegen die Leitschiene geprallt. Die Bremsspuren waren mehrere Hundert Meter lang, ehe der Sportwagen völlig demoliert entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand kam.

Beifahrer bei Notrufsäule entdeckt
Als die Polizei am Unfallort eintraf, war jedoch niemand bei dem Wagen anzutreffen. Erst später konnte ein 44-Jähriger an der Notrufsäule entdeckt werden. Er erklärte, der Beifahrer in dem Fahrzeug gewesen zu sein. "Er sagte, dass der Hausmeister seines 38-jährigen Freundes das Fahrzeug gelenkt hätte", hieß es bei der Polizei.

Nach 20 Minuten kam der besagte Hausmeister dann tatsächlich über den Pannenstreifen zur Unfallstelle. "Ich bin zur Tankstelle und wollte Hilfe holen", erklärte der gebürtige Rumäne, bei dem der Alko-Test immerhin knapp ein Promille ergab.

38-Jähriger wollte mit Auto des Hausmeisters flüchten
In der Zwischenzeit war einem weiteren Streifenwagen am Walserberg ein Auto aufgefallen, das über die Betriebsumkehr in Großgmain davonfahren wollte. Die Polizei hielt den Wagen an und stellte fest, dass darin der 38-jährige Unternehmer saß. Der Mann gab nach längerer Befragung auch zu, den Porsche gelenkt zu haben.

Bei der Einvernahme stellte sich zudem heraus, dass der Mann mit dem 44-jährigen Freund nach einer Privatfeier unterwegs gewesen war, der Hausmeister dürfte sich zu diesem Zeitpunkt hingegen nicht im Wagen befunden haben. "Es liegt der Verdacht nahe, dass der Lenker des Porsche seinen Hausmeister extra geholt hat und sich mit dessen Wagen dann aus dem Staub machen wollte", schildert ein Ermittler.

Der Unternehmer - der Alko-Test ergab bei ihm 1,44 Promille -
wurde wegen mehrerer Verwaltungsübertretungen angezeigt. Auch der Beifahrer und der Hausmeister müssen wegen Falschaussagen mit Konsequenzen rechnen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden