Sa, 18. November 2017

Fahrlässige Tötung

09.05.2013 12:23

Oberösterreicher (31) schoss Freund in Kopf: 2 Jahre Haft

Ein 31-jähriger Oberösterreicher, der Ende November 2012 seinen 24 Jahre alten Freund mit einem Kopfschuss im Bezirk Vöcklabruck getötet hatte, ist am Mittwoch am Landesgericht Wels zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Der Mann war wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Umständen angeklagt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

"Es war nur ein blödes Spiel, das wir schon öfter gemacht hatten", sagte der Angeklagte beim Prozess in Wels. Bei einem DVD-Abend im oberösterreichischen Regau habe der begeisterte Sportschütze seinen zwei Gästen eine Waffe vorgeführt. Die Sportpistole sei dabei ohne Munition herumgereicht worden.

"Ich weiß nicht, wie das Magazin in die Waffe kam", beteuerte der 31-Jährige, der zugab an jenem Abend reichlich Alkohol getrunken zu haben. Irgendwie habe sich dann ein Schuss gelöst. Der 24-Jährige wurde in den Kopf getroffen - für ihn kam jede Hilfe zu spät. "Es ist alles so schnell gegangen, und dann war ich geschockt", erklärte der Angeklagte.

"Es ist immerhin ein Mensch erschossen worden"
Bei den Ermittlungen konnten Schmauchspuren am 31-Jährigen sichergestellt werden. Der Mann wurde daraufhin wegen Mordverdachts festgenommen. Die Waffe gehörte ihm, er besaß sie laut Polizei legal. Angeklagt wurde der Oberösterreicher schließlich wegen fahrlässiger Tötung.

"Es ist immerhin ein Mensch erschossen worden, und nicht bloß ein Verkehrsunfall passiert, bei dem jemand nicht aufgepasst hat", so Richter Gerhard Kleindeßner in der Urteilsbegründung.

Ein Zeuge der Tat wurde wegen einer anfänglichen Falschaussage zu drei Monaten bedingt verurteilt.

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