Mo, 18. Dezember 2017

"Äußerste Vorsicht"

07.05.2013 08:35

Kohlestaub-Silo in Salzburg brannte - etliche Explosionen

Gefährlicher Einsatz für die Feuerwehr. Auf dem Gelände des Zementwerks Leube in der Salzburger Ortschaft Grödig-Gartenau geriet am Montagvormittag ein Kohlestaub-Silo in Brand. Es kam zu mehreren kleinen Explosionen. Die Löscharbeiten dauerten bis 17.30 Uhr. Verletzt wurde zum Glück niemand. Die Ursache ist noch unklar.

Dichter Rauch drang am Montag aus dem Kohlestaub-Silo auf dem Gelände des Zementwerks. Der Kohlestaub-Silo hatte Feuer gefangen. Als ein Lastwagen-Fahrer (49) kurz darauf mit dem Befüllen des Depots beschäftigt war, kam es zu einer Verpuffung. Durch den Druck wurde der Mann weggeschleudert, blieb aber unverletzt. Der Laster geriet in Brand, die Feuerwehr löschte das Fahrzeug.

"Mussten mit äußerster Vorsicht vorgehen"
Der Brennstoff ist hochexplosiv und leicht entzündlich. Für die Feuerwehrleute hieß das, dass sie mit äußerster Vorsicht vorgehen mussten. Immer wieder kam es zu Explosionen. "Der Kohlestaub löst sich von den Wänden und fällt runter. Dadurch kam es immer wieder zu Explosionen", erklärte Einsatzleiter Rudolf Wessely. "Wir mussten mit äußerster Vorsicht vorgehen."

Die Feuerwehrleute konnten den Turm zuerst nur kühlen. Im Inneren wäre es viel zu heiß gewesen. Messungen am Eingang des Silos ergaben eine Bodentemperatur von rund 200 Grad. Am späten Nachmittag bereiteten die Helfer das Fluten des Silos mit Stickstoff vor, um dem Brennmaterial den Sauerstoff zu entziehen. Mit Erfolg, denn um 17.30 Uhr hieß es: "Brand aus!" Allerdings hielten die Feuerwehrmänner noch die ganze Nacht lang Wache.

Rätsel um Brandursache
Das 30 Meter hohe Depot war zu 75 Prozent gefüllt, also lagen rund 500 Tonnen Kohlestaub darin. Wie es zu dem Brand kam, ist unklar. "Er entstand nicht im Silo sondern unterhalb. Dort wo die Anlagen zum Abfüllen und Abwägen sind", glaubt Geschäftsführer Rudolf Zrost. Brandermittler sollen die genaue Ursache finden.

Es war auch nicht der erste derartige Vorfall: Bereits am 8. Februar 2011 war es - wie berichtet (siehe Infobox) - bei Reinigungsarbeiten am selben Silo schon einmal zu einem Brand gekommen. Nach einer Staub-Explosion rollte eine riesige Feuerwalze auf einen Trupp zu. Die Einsatzkräfte standen im Flammenmeer. Zwei Freiwillige und ein Leube-Mitarbeiter erlitten damals Verbrennungen.

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