Di, 21. November 2017

Lage ist ernst

02.05.2013 09:52

Weniger Aufträge von Apple: Rekord-Verlust bei Sharp

Der angeschlagene Elektronik-Konzern Sharp hat Insidern zufolge im vergangenen Geschäftsjahr einen unerwartet hohen Verlust eingefahren. Der Fehlbetrag habe sich auf 500 Milliarden Yen (3,86 Milliarden Euro) summiert, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen zu Reuters. Eigentlich hat das Unternehmen nur ein Minus von 450 Milliarden Yen in Aussicht gestellt.

Negativ auf die Bilanz der Japaner wirkt sich den Insidern zufolge die schwächere Nachfrage von Apple aus. Sharp beliefert den kalifornischen iPhone- und iPad-Hersteller mit Bildschirmen. Weil Apple zuletzt aber erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt einen Gewinnrückgang hinnehmen musste, schwächeln mittlerweile auch viele Zulieferer. Bei Sharp schlägt sich das in schwach ausgelasteten Fabriken und Abschreibungen nieder.

Sharp will seine Zahlen für das Geschäftsjahr, das am 31. März 2013 endete, Mitte Mai vorlegen. Über den überraschend hohen Verlust hatte zuerst die Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet. Sharp-Aktien fielen daraufhin am Mittwoch um rund fünf Prozent.

Die Lage bei Sharp ist ernst. Der chronisch defizitäre Konzern hatte Anleger bereits im November gewarnt, womöglich nicht aus eigener Kraft überleben zu können. Zuletzt hatten sich mit Qualcomm und Samsung aber gleich mehrere ausländische Konzerne beteiligt, zudem führt Sharp Gespräche mit dem chinesischen Auftragsfertiger-Riesen Foxconn.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden