So, 22. Oktober 2017

Tirol-Wahl

30.04.2013 18:10

Wahlkarten: Aus für Gurgiser, FPÖ nun Fünfter

Fritz Gurgiser (Bild) muss aus dem Tiroler Landtag ausscheiden. Auch das Dienstagnachmittag veröffentlichte Wahlergebnis inklusive Wahlkarten hat den "BürgerKlub Tirol" nicht über die Fünf-Prozent-Marke befördert. Einen Sprung nach vorne hingegen machte die Liste "vorwärts Tirol", die an den Freiheitlichen vorbeizog und damit als viertstärkste Kraft aus der Landtagswahl hervorging. Die Wahlbeteiligung stieg durch die Briefwahl von 56,09 Prozent auf 60,40 Prozent.

Transitrebell Gurgiser nahm sein knappes Scheitern bei der Tiroler Landtagswahl nach Auswertung der Wahlkarten "zur Kenntnis". Man habe aber mehr als 15.000 Stimmen erhalten. In den nächsten Wochen werde zu überlegen sein, ob es Möglichkeiten für den Fortbestand seiner politischen Bewegung gebe, so Gurgiser.

Grundsätzlich habe man "nach einer sehr intensiven Wahlwerbephase ohne Millionenausgaben an Parteiförderung den Beweis dafür angetreten, dass sich ehrliches Bürgerengagement und persönlicher Einsatz lohnen", betonte Gurgiser. Gescheitert sei man "letztlich an der niederen Wahlbeteiligung, an einem noch nie da gewesenen Sammelsurium an Möchtegern-Landtagsparteien" oder an fehlenden Strukturen in einigen Außenbezirken, bedauerte Gurgiser.

Gegenüber dem vorläufigen Ergebnis leichte Verluste hinnehmen musste die ÖVP, die letztlich als stärkste Fraktion 39,35 Prozent der Stimmen für sich verbuchen konnte. Das entspricht einer Einbuße von 1,15 Prozentpunkten und ist das historisch schwächste Abschneiden der Volkspartei bei Tiroler Landtagswahlen.

Grüne als Wahlkarten-Gewinner, "vorwärts Tirol" vor FPÖ
Gewinner der Wahlkarten-Auswertung waren die Grünen und die Liste "vorwärts Tirol". Die Partei von Grünen-Landessprecherin Ingrid Felipe landete letztlich bei 12,59 Prozent, "vorwärts" verbesserte sich auf 9,54 Prozent, verpasste aber das angepeilte Ziel der Zweistelligkeit doch recht deutlich. Immerhin zog man knapp an der FPÖ vorbei, die 9,34 Prozent erreichte.

Die ÖVP kommt somit auf 16 Sitze und kann als Koalitionspartner zwischen SPÖ, Grünen (jeweils fünf Mandate) sowie "vorwärts" und FPÖ (je vier Mandate) wählen. Die "Liste Fritz" erreichte mithilfe der Wahlkarten doch noch zwei Mandate.

Historischer Tiefstwert bei Wahlbeteiligung
Die Wahlbeteiligung liegt mit den Briefwählern zwar deutlich besser als am Wahlabend. Aber die 60,40 Prozent sind trotzdem der niedrigste Wert der Zweiten Republik - nicht nur in Tirol, sondern österreichweit bei allen 154 Landtags- oder Nationalratswahlen der Zweiten Republik.

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