Mo, 11. Dezember 2017

"ÖVP blockiert"

26.04.2013 14:44

Verein fordert: "Tierschutz muss in die Verfassung!"

Immer wieder fordern Tierschützer die Politik auf, den Tierschutz in die österreichische Verfassung aufzunehmen. Nun scheinen die jahrelangen Bemühungen endlich Früchte zu tragen. Eine Sitzung des Unterausschusses zum Thema werde aber von der ÖVP blockiert, so Martin Balluch vom "Verein gegen Tierfabriken".

Der Verein hatte im Vorjahr mithilfe der "Krone" erreicht, dass ein Ausschuss zum Thema "Tierschutz in die Verfassung" ins Leben gerufen wurde. Seitdem wurde aber noch keine einzige Sitzung abgehalten. Die Tierschützer werfen der ÖVP vor, den Ausschuss absichtlich zu boykottieren. "Wenn bis zur Sommerpause nichts geschieht, können wir nach der Wahl wieder von vorne beginnen", schätzt Balluch die Lage ein.

Weniger Tierversuche sollen genehmigt werden
Für ihn und seine Mitstreiter ist es ein großes Anliegen, dass Tierschutz in die Verfassung aufgenommen wird. "Seitdem diese Änderung in Deutschland vorgenommen wurde, sind eine ganze Reihe von Tierversuchen nur deswegen nicht mehr genehmigt worden", erklärt Balluch. "Wir haben bei unserem neuen Tierversuchsgesetz ein ähnliches Problem, ohne Tierschutz im Verfassungsrang wird wohl kein Tierversuchsantrag abgelehnt werden."

Petition zum Thema "Tierschutz in die Verfassung"
Nachdem der "Verein gegen Tierfabriken" in Imst, Wien und Linz bei ÖVP-Auftritten Protestaktionen organisierte, sicherte ÖVP-Chef Michael Spindelegger Martin Balluch zu: "Noch vor der Wahl wird Tierschutz in der Verfassung stehen." Der Verein will sich auf dieses Versprechen nicht verlassen und hat eine Petition ins Leben gerufen, die alle Tierfreunde unterzeichnen können, die das Anliegen des Vereins unterstützen möchten.

Die Petition des Vereins finden Sie hier.

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