Fr, 15. Dezember 2017

Frühlingsgefühle

29.04.2013 09:31

Unkastrierte Katzen gehen jetzt auf Partnersuche

Nach einem langen kalten Winter freut sich jeder auf den Frühlingsbeginn. Nicht nur bei Menschen erwachen mit den ersten warmen Sonnenstrahlen und den länger werdenden Tagen die Frühlingsgefühle, sondern auch bei Katzen.

"Ein Katzenhalter erkennt an verschiedenen Verhaltensmerkmalen, dass seine weibliche Katze zur Paarung bereit ist", erklärt Brigitte Eilert-Overbeck, Autorin mehrerer Katzen-Ratgeber. Während dieser mehrtägigen Phase – der Begriff dafür lautet Rolligkeit – ist die Katze unruhig, sehr schmusebedürftig und hat wenig Appetit. "Sie rollt sich auf dem Boden herum, reckt ihr Hinterteil hoch und stößt gurrende Laute aus, die sich zu einem 'Gesang' von höchster Intensität steigern", erklärt die Expertin.

Wohnungskatzen oft dauerhaft rollig
Kommt es nicht zur Paarung, wiederholt sich dieser oft auch für Menschen nervenaufreibende Zustand mehrmals im Frühjahr und Herbst. Häufig leiden unkastrierte Katzen an Gebärmutterentzündung. Wenn es zum Winter hin dunkler wird und die Tage kürzer werden, setzen die Zyklen bei Freigänger-Katzen aus. Reine Wohnungskatzen hingegen können zu jeder Jahreszeit das Bedürfnis nach einem Partner haben, da ihre Tage durch künstliches Licht verlängert werden.

Freigänger müssen kastriert werden
Bei Katzen, die Freigang haben, wird es während der "heißen Phase" mit großer Wahrscheinlichkeit zu unkontrolliertem Nachwuchs kommen. Um sicherzustellen, dass es so weit erst gar nicht kommt, sind Österreichs Katzenfreunde gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Freigänger kastrieren zu lassen. "Doch auch für reine Wohnungskatzen bedeutet die Kastration – sofern kein Nachwuchswunsch besteht – eine sinnvolle, hormonelle Entlastung. Der Eingriff unterbindet alle Begleitsymptome."

Unkastrierte Kater markieren meist das Haus
Dies gilt übrigens auch für unerwünschten Besuch von Katern. Diese merken sofort, wenn ein Weibchen in ihrer näheren Umgebung in Paarungsstimmung ist, und wären am liebsten nächtelang auf Streifzügen unterwegs. Unkastrierte Kater neigen dazu, auch im Haus zu markieren, und entfernen sich auf Freigängen wesentlich weiter als kastrierte Stubentiger. Draußen kommt es vermehrt zu Raufereien mit anderen Katern. Auch bei männlichen Wohnungskatzen ist daher die Kastration anzuraten.

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