Fr, 17. November 2017

„Goldene Krone“

25.04.2013 09:40

Salzburg: Trio rettet 23-jährige Frau aus eiskaltem Fluss

Diese Lebensretter haben sich die "Goldene Krone" wirklich verdient: Markus Eichbauer, Margret Gimpl (im Bild 2.v.l.) und Stefan Höllbacher (3.v.l.) haben am Dienstagabend eine 23-Jährige aus der eiskalten Salzach in Salzburg gezogen. Die Frau war auf einem Geländer gesessen und hatte plötzlich das Gleichgewicht verloren. Aus acht Metern Höhe stürzte die Halleinerin ins Wasser.

Aysenur Yigit (rechts im Bild) war am Dienstag auf einem Geländer beim Kraftwerk Gamp gesessen, als sie plötzlich das Gleichgewicht verlor. Zuerst konnte sich die 23-Jährige an einer Betonmauer festhalten. Markus Eichbauer, der nach dem Joggen mit seinem Rad nach Hause fuhr, hörte ihre Hilferufe. "Ich versuchte noch, die Frau heraufzuziehen", erzählte er. Die junge Frau verließen aber die Kräfte - sie stürzte aus rund acht Metern in die eiskalte Salzach.

"Ich glaubte zuerst an einen Scherz"
Die Adneterin Margret Gimpl, die in der Nähe laufen war, vernahm ebenfalls die Hilferufe. "Ich glaubte zuerst an einen Scherz, dachte mir dann aber, wenn es nicht ernst ist, stelle ich denjenigen zur Rede", so die 16-Jährige. Als die Jugendliche zur Unfallstelle kam, erkannte sie sofort die Situation. "Ich stoppte einen Radfahrer und sagte ihm, er soll die Rettung alarmieren", so die Jugendliche.

Eichbauer und Gimpl sowie Stefan Höllbacher, ein angehender Feuerwehrmann, kletterten die steile Böschung hinunter und riefen der verzweifelten Frau vom Ufer aus zu, dass sie versuchen solle, an den Rand zu schwimmen. "Ich kann mich an fast nichts erinnern, nur dass das Wasser mich mitzog und ich auch viel Wasser schluckte. Ich hörte die Rufe, und plötzlich spürte ich Steine unter meinen Füßen", schilderte Yigit die dramatischen Minuten.

Mit Ast aus Wasser gezogen
Die drei Helfer reichten der jungen Frau einen Ast. Gemeinsam schafften sie es, die Halleinerin aus dem eiskalten Wasser zu holen. "Wir zogen ihr die nasse Jacke aus und gaben ihr unsere trockenen Sachen", so Eichbauer. Yigit hatte Glück: Sie kam mit Schwellungen und Abschürfungen davon.

Während die beiden Männer und die Jugendliche keine Sekunde gezögert hatten, waren viele andere nicht so couragiert. "An dieser Stelle war wirklich viel los, aber es hat sonst keiner reagiert", ärgert sich die 16-jährige Lebensretterin. Am Mittwoch bedankte sich Yigit noch einmal bei ihren Rettern. Ortsfeuerwehrkommandant Rudolf Wessely (im Bild links) überreichte den tapferen Helfern die "Goldene Krone".

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