Do, 23. November 2017

Helden auf Pfoten

24.04.2013 15:51

Der Internationale Tag des Rettungshundes

Am 28. April steht ganz Österreich im Zeichen der "Retter auf vier Pfoten", um auf die unglaublichen Leistungen der Rettungshunde aufmerksam zu machen. Die Johanniter absolvieren an diesem Tag eine ganz besondere Einsatzübung. Sie suchen nach Vermissten unter den Trümmern des Tritolwerks in Theresienfeld. Dieses Gelände wird vom Österreichischen Bundesheer zur Verfügung gestellt und ist der ideale Übungsplatz für die Rettungshunde und die Mitarbeiter der Katastrophenhilfe.

Unter sehr realen Bedingungen können die Hundeführer gemeinsam mit ihren - in Privatbesitz lebenden - Vierbeinern dort nach vermissten Personen suchen. Freiwillige Helfer verstecken sich auf dem weitläufigen Gelände unter riesigen Trümmern, in engen Röhren oder tiefliegenden Schächten. Die Hundeteams suchen systematisch das Gelände ab, bis sie die vermisste - oftmals verwirrte oder verletzte - Person finden.

Konzentration und Einsatz
Das erfordert höchste Konzentration und mitunter auch hohen körperlichen Einsatz. "Nicht selten müssen die Hunde zu ihrer eigenen Sicherheit gehoben, ein Stück getragen oder gar abgeseilt werden", erzählt Margit Handl, die Leiterin der Rettungshundegruppe. "Die Hunde müssen lernen, konzentriert dem menschlichen Geruch nachzugehen und in der Gruppe zu arbeiten."

Hundeführer arbeiten ehrenamtlich
Dahinter steckt viel Einsatz, eine gute Ausbildung und regelmäßiges Training. Bereits Welpen können mit der Ausbildung beginnen, sie lernen zunächst Gehorsam und einen Menschen anzuzeigen, später die Suche in unterschiedlichen Disziplinen. "Die Hundeführer der Johanniter arbeiten ehrenamtlich und trainieren zweimal wöchentlich. Zusätzlich absolvieren sie regelmäßige Übungswochen in der Flächen-, Trümmer- oder Lawinensuche. Auch regelmäßige Prüfungen durch die Internationale Rettungshundeorganisation sind bei uns verpflichtend", legt Margit Handl großen Wert auf einen fundierten Bildungsweg.

Jeder kann Rettungshunde anfordern
Die Ausbildung zum Rettungshund dauert mindestens zwei Jahre und ist im Grunde nie zu Ende. Sie kostet durchschnittlich 20.000 Euro pro Hund und wird durch Spenden finanziert. Die Rettungshunde können von jedem, der Hilfe bei der Suche nach Vermissten benötigt, kostenlos unter der Telefonnummer 01/47 600 angefordert werden. Sie sind in Wien und Umgebung meist binnen einer Stunde einsatzbereit.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).