So, 19. November 2017

Härtere Konkurrenz

24.04.2013 09:31

Apple: Gewinn ist erstmals seit zehn Jahren gesunken

Apple gibt den Forderungen von Investoren nach und händigt einen großen Batzen seiner Barmittel an die Aktionäre aus. Wie der Konzern mitteilte, soll das Aktienrückkaufprogramm von zehn Milliarden auf 60 Milliarden Dollar (46,2 Milliarden Euro) aufgestockt werden, die Dividende wird erhöht. Bis 2015 sollen insgesamt 100 Milliarden Dollar an die Aktionäre gehen. Unterdessen ist Apples Gewinn erstmals seit zehn Jahren gesunken. Analysten führen das auf den sich verschärfenden Konkurrenzkampf mit Samsung zurück.

Für das abgelaufene Geschäftsquartal gab Apple am Dienstag zwar einen Absatz von iPhones und iPads über den Erwartungen bekannt, auch der Umsatz war höher als vorhergesagt. Allerdings verbuchten die Kalifornier zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt einen Gewinnrückgang. Auch die Margen gerieten unter Druck.

Gewinn erstmals seit zehn Jahren gesunken
Der Nettogewinn betrug im Quartal 9,5 Milliarden Dollar - 10,09 Dollar je Aktie - nach 11,6 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz lag bei 43,6 Milliarden Dollar. Im Quartal seien 37,4 Millionen iPhones verkauft worden, verglichen mit 35,1 Millionen vor Jahresfrist, teilten die Kalifornier mit. Bei den iPads stieg der Absatz auf 19,5 Millionen Stück von 11,8 Millionen. Die Zahl der verkauften Mac-Computer sank unter die Vorjahresmarke von vier Millionen. Die Bruttogewinnmarge lag bei 37,5 Prozent nach 47,4 Prozent.

Apple-Chef Tim Cook räumte nach der Vorlage der Zahlen ein, dass die Margen im Vergleich zum "außergewöhnlich hohen Stand von 2012" zurückgegangen seien. Auch das Wachstum habe sich verlangsamt. Für den Herbst sowie 2014 kündigte er "aufregende neue" Produkte an, ohne zunächst Einzelheiten zu nennen.

Härterer Wettbewerb wirkt sich auf Gewinne aus
Experten wiesen darauf hin, dass der schärfere Wettbewerb sich auf die Margen der Amerikaner auswirkt. Im vergangenen Jahr wurde Samsung zum führenden Smartphone-Hersteller. Die Südkoreaner kamen auf einen Marktanteil von gut 30 Prozent, Apple auf nur noch unter 20 Prozent.

Zudem hieß es zuletzt aus dem Umfeld asiatischer Zulieferer, die Firmen versuchten momentan, ihre Abhängigkeit von Apple zu reduzieren. Über viele Jahre hatte der immense Erfolg des Unternehmens mit iPhones und iPads genau zum Gegenteil geführt. Die Aktienkurse waren schon bei Gerüchten, bestimmte Zulieferer könnten in den Kreis der Apple-Partner aufgenommen werden, stark gestiegen.

Apple-Euphorie flaut langsam ab
Die einstige Euphorie um Apple ist inzwischen merklich abgeflaut. Die Aktie fiel tief von ihrem Rekordstand bei 700 Dollar noch im September auf jetzt rund 423 Dollar. Diese Entwicklung sei extrem frustrierend gewesen, räumte Cook ein. Ein Börsenwert von 280 Milliarden Dollar ging dabei verloren - das ist mehr Geld, als etwa Rivale Google insgesamt wert ist. Apple-Aktien sind damit an der Börse keine sichere Wette mehr, sondern einer der größten Verlierer in diesem Jahr.

Beobachter und Anleger warten gespannt darauf, dass der Konzern mit einem neuen Produkt die nächste Branche umkrempelt. Zuletzt wurde vor drei Jahren das iPad vorgestellt, welches den tot geglaubten Markt der Tablet-Computer wiederbelebte. Seit Jahren schon wird über einen Apple-Fernseher sowie ein günstigeres iPhone-Modell spekuliert und neuerdings auch über eine Computer-Uhr. Doch ob und wann diese Produkte auf den Markt kommen, ist unbekannt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden