Do, 23. November 2017

Thema Tierversuche

23.04.2013 13:35

200.000 Tiere leiden jährlich in Österreichs Labors

Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung von Tierversuchen am 24. April fordern Tierschützer ein EU-weites Verbot von Tests an Tieren zur Haushaltsmittel-Produktion. "Das im März 2013 innerhalb der EU in Kraft getretene Verkaufsverbot für Kosmetika, die an Tieren getestet wurde, ist ein Erfolg für den Tierschutz und ein großer Schritt in die richtige Richtung", sagt Nikola Furtenbach, Kampagnenleiterin bei den "Vier Pfoten". Doch nach wie vor leiden jährlich knapp 200.000 Tiere in Österreichs Versuchslabors.

"Auch Tierversuche für Putzmittel sollten bald der Vergangenheit angehören", fordert Nikola Furtenbach. Nach wie vor werden in Österreich jährlich knapp 200.000 Tiere für Forschungszwecke getestet, die Tendenz ist nach einigen Jahren des Rückgangs leider wieder steigend. "Den wenigsten Konsumenten ist bewusst, dass auch für Wasch-, Spül- und andere Putzmittel jedes Jahr Tausende Mäuse, Ratten, Hasen und Meerschweinchen qualvoll sterben", erklärt Furtenbach.

Investition in Alternativmethoden nötig
"Eine so große Zahl an Tests ist nicht nur unmoralisch, es ist auch völlig überholt. Denn Tierversuche sind zu einem sehr großen Teil nicht auf den Menschen übertragbar." Die "Vier Pfoten" kritisieren, dass in Österreich viel zu wenig in alternative Methoden investiert werde, während Millionen Euro für konventionelle Tierversuche jährlich aufgebracht würden: "Die Zukunft liegt in einer humanen Wissenschaft statt in grausamen Tierversuchen. Es ist Zeit, diese barbarischen Experimente ein für alle Mal zu stoppen."

Orientierung für Konsumenten schwierig
Den Konsumenten raten die Tierschützer, beim Einkaufen von Putzmitteln darauf zu achten, dass die Produkte von Unternehmen stammen, die auf Tierversuche verzichten. "Leider gibt es nach wie vor noch keine entsprechenden Labels oder eine Kennzeichnung, an denen sich Verbraucher – wie etwa bei Kosmetika – orientieren können", sagt Furtenbach. "Wir empfehlen daher, immer direkt beim Hersteller nachzufragen, um ganz sicherzugehen, dass hinter dem Produkt kein Tierleid steckt."

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