Mi, 13. Dezember 2017

Nächster Giftpfeil

19.04.2013 09:55

Ferrari-Pilot Alonso ruft zur Anti-Vettel-Allianz auf

Tropische Hitze am Persischen Golf. Bis zu 41 Grad Celsius zeigte das Thermometer an der Strecke. Trotzdem: Vor dem Trainingsauftakt zum neunten Grand Prix von Bahrain beherrschte nach wie vor das von Fernando Alonso getwitterte Foto vom gemeinsamen Abendessen mit Mark Webber die Gespräche im Fahrerlager. Damit nicht genug: Der Spanier legte gleich noch nach.

"Wenn du denkst, dass die Situation ruhig ist, rechne immer mit der Gefahr", feuerte Alonso den nächsten Giftpfeil Richtung Sebastian Vettel ab. Alonso ist heiß, sein Jagdtrieb nach dem dritten WM-Titel ist bis zum Anschlag ausgeprägt. Da kommt's wohl nicht von ungefähr, dass er den Thomas-Harris-Roman "Hannibal" als sein Lieblingsbuch bezeichnet.

Was er mit dem Foto unter dem Titel "Dinner with friends" (zeigt Alonso mit Vettels "Lieblings-Teamkollegen" Webber beim Abendessen in Dubai) bezweckt, ist klar: Hier speist eine Anti-Vettel-Allianz.

Der dreifache Weltmeister nahm die Sache – zumindest nach außenhin – völlig gelassen. Wie er dieses Bild fände? "Wieso ist das wichtig? Waren die beiden etwa nackt?", lautete seine Gegenfrage. Vettel hat nämlich das Bild nie gesehen. Ob er diese Aktion in die Kategorie Psychokrieg stecken würde? "Warum sollen sie nicht miteinander essen gehen - jeder muss doch mal Abendessen." Nur auf die Frage, ob er gerne mit am Tisch gesessen wäre, beantwortete Vettel deutlich: "Ehrlich gesagt: Lieber nicht!" Nachsatz: "Aber ich weiß nicht, ob das Essen superlecker war."

"Viel Unsinn geredet"
Webber dagegen verzichtete weitgehend auf einen Kommentar, meinte nur: "In der Formel 1 wird auch viel Unsinn geredet." Fakt ist, dass sich der 36-jährige Australier am Montag im exklusiven ServusTV-Talk im Hangar 7 nach einem Vieraugengespräch mit Didi Mateschitz äußern wird.

Ob's da schon um den Abschied von Red Bull geht? Denn das jüngste Gerücht, dass sich hartnäckig hält, besagt, dass Webber bereits einen Dreijahresvertrag für das Porsche-Langstrecken-WM-Team unterschrieben haben soll. Webber kryptisch: "Ich fühle mich noch stark und hungrig genug, um mein Können noch länger zeigen zu können."

Webber selbst feiert in Bahrain ein Jubiläum. Als insgesamt 13. Pilot der Formel-1-Geschichte rast er am Sonntag in den elitären Kreis jener, die 200 und mehr Rennen absolviert haben. Webber, der in seiner Karriere neun Rennen gewann und nach Bahrain eine Startplatzrückversetzung um drei Positionen mitschleppte: "Klar wäre ich gerne noch einmal 25, aber jetzt bin ich reifer, kann für mich die richtigen Entscheidungen treffen. Also warten wir ab, wie viele noch dazukommen."

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