Mo, 20. November 2017

Nach 2 Jahren Flucht

16.04.2013 18:27

Millionenbetrüger aus Russland im Mostviertel gefasst

Ein schillernder russischer Millionenbetrüger ist nun heimischen Zielfahndern des Bundeskriminalamtes im Mostviertel ins Netz gegangen. Der frühere Bankchef hatte sich über eine Briefkasten-Firma in Zypern ein idyllisch am Waldrand gelegenes Anwesen gekauft, in dem er gemeinsam mit seiner österreichischen Ehefrau wohnte. Nun klickten für den Ex-Banker die Handschellen.

Der Kriminalfall Alexander Gitelson sorgte in Russland für Aufregung. Bei Politikern war der Chef der EEFC-Bank in St. Petersburg ein gern gesehener Gast. Dann der tiefe Fall: Im Frühjahr 2011 wurde dem 63-Jährigen der Betrugsprozess gemacht. Er soll der Stadtverwaltung für Bauprojekte zwölf Millionen Euro herausgelockt haben.

Das Geld verprasste der Top-Manager für seinen luxuriösen Lebensstil. Vor der Verhandlung verschwand der Angeklagte. In Abwesenheit wurde er dann zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Seine zwei Jahre andauernde Flucht führte Gitelson über Zypern, Slowakei und Serbien - in diesen Ländern hatte er Firmen - schlussendlich zu seiner Ehefrau ins Mostviertel. Dort hatte er sich ein abgelegenes Anwesen unter falschem Namen gekauft.

Im Beisein seiner Frau sei der 63-Jährige schließlich verhaftet worden, erklärte ein ermittelnder Beamte gegenüber der "Krone". Der Ex-Banker sitzt im Landesgericht Wien (Bild) in Auslieferungshaft.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden