So, 19. November 2017

Prozess gegen AEG

15.04.2013 16:33

Ist nur Blanket Michael Jacksons leibliches Kind?

Um 40 Milliarden US-Dollar geht es in der Schadenersatzklage um Michael Jacksons Tod. Prince Michael (16), Paris (15) und Blanket (10) Jackson, die Kinder des 2009 verstorbenen "King of Pop", haben den Konzertveranstalter AEG Live verklagt, da dieser angeblich Mitschuld am Tod des Popstars tragen soll. Sollte das Gericht den Hinterbliebenen die enorme Summe zusprechen, könnten Prince Michael und Paris aber dennoch leer ausgehen. Denn nur ein Kind soll laut einem aktuellen Bericht tatsächlich die DNA von Jackson tragen: Blanket.

Bereits am 3. April startete in Los Angeles der Zivilprozess um Michael Jacksons Tod, an dem der Konzertpromoter laut Jacksons Angehörigen aufgrund von Profitsucht einen großen Anteil tragen soll. Jetzt erst werden allerdings die ersten schmutzigen Details ausgepackt. Denn laut einem Bericht der "New York Post" sollen Prince Michael und Paris gar nicht von Michael Jackson gezeugt worden sein - und könnten im Falle eines Schuldspruchs daher keinen Anspruch auf den Schadenersatz haben.

Michael Jackson habe für seine zwei älteren Kinder auf anonyme Samenspenden zurückgegriffen, wird nun berichtet. Schon länger geht das Gerücht um, Prince und Paris, deren Mutter Jacksons Ex-Ehefrau Debbie Rowe ist, würden nicht die DNA des Popstars in sich tragen. Mehrere Männer behaupteten auch bereits, der biologische Vater der beiden Kinder zu sein, unter anderem Jacksons Ex-Bodyguard Matt Fiddes. AEG, so heißt es, habe nun "unwiderlegbare" Beweise dafür, dass Blanket als einziges Kind tatsächlich von Michael Jackson abstamme.

Werden weitere schmutzige Details ausgepackt?
Am Montag wollen die Anwälte beider Seiten im Prozess jedenfalls mit der Befragung und Auswahl eines zwölfköpfigen Gremiums beginnen. Ende April könnte dann das Verfahren mit den Plädoyers eröffnet werden. Anklage und Verteidigung hätten über 200 Zeugen aufgelistet, berichtete die "Los Angeles Times". Neben Familienangehörigen des Sängers könnten unter anderem Jacksons Ex-Frau Lisa Marie Presley, Prince, Diana Ross, Plattenproduzent Quincy Jones und Regisseur Spike Lee in den Zeugenstand treten. Zudem sollen Ärzte, frühere Mitarbeiter des Popstars und Manager aus der Plattenindustrie aussagen.

Der gesamte Prozess kann sich nach Einschätzung des Gerichts bis zu drei Monate hinziehen. Beobachter rechnen mit Aussagen über Jacksons Medikamentensucht, seine mentale und körperliche Verfassung und die Behandlung des Stars durch Manager und Mitarbeiter.

Jackson starb im Juni 2009 kurz vor dem Auftakt einer Londoner Konzert-Serie. Sein Arzt Conrad Murray hatte ihm zum Einschlafen Narkosemittel gegeben. Er wurde im November 2011 wegen fahrlässiger Tötung zur Höchststrafe von vier Jahren Haft verurteilt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden