Mi, 22. November 2017

Beleidigt stets Damen

14.04.2013 09:00

Juror Balász Ekker ist das „Dancing Stars“-Ekel

Juror Balázs Ekker (Bild Mitte) fällt bei "Dancing Stars" mit Vorliebe durch Beleidigungen vorwiegend reiferer Damen aus der Rolle. Ist das krankhaft oder Kalkül?

Vorhang auf – "Seid Ihr alle da?" Wir sind diesmal aber nicht im Kasperltheater, sondern auf der ganz großen Bühne bei "Dancing Stars", dem Quotenbringer des ORF.

In der Rolle des Krokodils begrüßen wir: Balázs Ekker, den 36-jährigen Profitänzer und Juror, bekannt geworden durch das Unterhaltungsformat, in dessen vorletzter Sendung der dritten Staffel er am 27. April 2007 seiner Tanz-Kollegin Alice Guschelbauer sentimental das Eheversprechen abrang. Seit damals rührt der Herr aus Györ Frauen allerdings aus anderen Gründen zu Tränen, vorwiegend durch verhaltensoriginelles Benehmen gegenüber reiferen Damen.

Schiller, Jacob, Salzer
Als erstes Opfer tanzte ihm vor fünf Jahren Jeannine Schiller (ohne Alter) in die Quere. Für sie hatte er - damals noch Tanzpartner - wenig schillernde Worte: "Du bist kein Ferrari, sondern nur ein Skoda." Im Vorjahr nervte er Katerina Jacob (55), Ex-"Bulle von Tölz"-Assistentin, derart, dass die ihn nur noch schlicht "ungarischer Pfefferarsch!" nannte.

Auch Ekkers nächste Kandidatin stampfte auf: "Ich lasse mich nicht mehr von Ihnen beleidigen. Das ist unter aller Kritik – beschämend", wehrte sich die pensionierte Pfarrerin Monika Salzer (65). Daraufhin schlugen die Wellen hoch und Salzer war gegen Ekkers Votum weiter. Medienpsychologe Peter Vitouch erklärt das Phänomen dahinter: "Beleidigungen emotionalisieren die Zuschauer. Sie reagieren auf die Provokation mit Anteilnahme und nehmen die Kandidatin in Schutz. Und zwar Damen mehr als Herren, Ältere mehr als Jüngere, Kinder mehr als Erwachsene. Das ist wie ein Reflex."

"Einer ist immer der Sido"
Auch die "Krone"-Leser reagierten empört. Sigi Pilgram aus Villach forderte gar "professionelle Hilfe in Form eines Psychiaters" für Balázs Ekker. Gertraude Mader aus Seebenstein fügte per Leserbrief hinzu: "Er soll sich ein Beispiel an anderen Juroren nehmen, die mit Witz und Gerechtigkeit die anderen Teilnehmer beurteilen." Der Medienwissenschaftler weiß: "Das ist ein klares Rollenspiel, einer ist immer der Sido. So etwas folgt gleichsam einem Drehbuch und mobilisiert die Zuseher."

Das mit dem Drehbuch bezweifelt Jeannine Schiller, die sich nach einem halben Jahrzehnt immer noch nicht vom Balázs-Trauma erholt hat: "Ich sag Ihnen, der ist wirklich so! Der schwierigste Mensch, der mir in meinem ganzen Leben begegnet ist. Er hat mich auch abseits der Kameras beleidigt und fertig gemacht. Mit Frau Salzer will ich mich aber nicht vergleichen, weil ich schon besser tanzen kann!" In einem sind die Damen aber dann doch einig: Rauswählen würden sie am liebsten den Juror.

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