Fr, 24. November 2017

Gegenkandidat

10.04.2013 11:57

FPK: Hotelier Krenn fordert Ragger auf Parteitag heraus

Der Bürgermeister von Bad Kleinkirchheim in Kärnten, Matthias Krenn (li.), wird beim FPK-Parteitag am 21. April gegen den geschäftsführenden Parteichef Christian Ragger (re.) antreten. Krenn will eine "ehrliche Erneuerung" der Partei, der Neustart müsse auch als solcher erkennbar sein.

Ragger habe ein zu gutes Verhältnis zu Kurt und Uwe Scheuch, so Krenn, der am Mittwoch von einer "vorgegaukelten Erneuerung durch eine immer noch funktionierende Seilschaft" sprach.

In der Tat ist der frühere Landesrat Ragger der Einzige aus der früheren FPK-Führungsriege, der die Schlappe bei der Landtagswahl am 3. März politisch überlebte: Ex-Parteichef Kurt Scheuch zog sich unmittelbar nach der Niederlage zurück, der frühere Landeshauptmann Gerhard Dörfler wurde nach langen Diskussionen in den Bundesrat weggelobt (siehe Infobox), Ex-Landesrat Harald Dobernig schließlich verzichtete auf die Annahme seines Landtagsmandats.

Krenn, ein gelernter Hotelier, saß in jungen Jahren von 1990 bis 1991 zwölf Monate lang im Bundesrat. Davor war er in seiner Oberkärntner Heimatgemeinde Mitglied des Gemeinderats. Nach seinem kurzen Abstecher nach Wien war Krenn vier Jahre lang Landtagsabgeordneter in Klagenfurt, ehe der heute 53-Jährige das Bürgermeisteramt in Bad Kleinkirchheim übernahm.

Strache: "Normaler demokratiepolitischer Vorgang"
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sieht die neuen Entwicklungen in der FPK gelassen. Jedes Mitglied der Partei könne kandidieren, "das ist ein völlig normaler demokratiepolitischer Vorgang", sagte Strache am Mittwoch. Von einer Spaltung könne keine Rede sein, so der FPÖ-Obmann. Vielmehr sieht Strache einen "demokratischen Prozess, der positiv ist".

Es gebe nun in der FPK einen Wettstreit, wer den Weg der "ehrlichen Erneuerung" besser sicherstellen könne. Dies werde am Parteitag entschieden werden. Der Unterlegene werde dann auch das Ergebnis akzeptieren und den gewählten Landesparteichef unterstützen, gab sich Strache zuversichtlich. Die Frage, wen er persönlich für besser geeignet hält, wollte Strache nicht direkt beantworten. Er verwies jedoch darauf, dass er von Raggers Weg zur Parteierneuerung "überzeugt" sei.

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