Mo, 20. November 2017

Aufruhr in den USA

08.04.2013 14:38

Gesunder Blindenhund wegen Testament getötet

Eine US-Amerikanerin, die Anfang März verstarb, hat in ihrem Testament die Einschläferung ihres vollkommen gesunden Blindenhundes verfügt, um mit dem Tier gemeinsam beerdigt werden zu können. Die Familie kam dem letzten Wunsch nach und ließ den fünfjährigen Labrador "Toffee" töten - seitdem wird sie angefeindet und erhält sogar Morddrohungen.

Nach einem Bericht der "Daily Mail" verfügte die Frau namens Sheila Stadler aus der Stadt Terre Haute im US-amerikanischen Bundesstaat Indiana in ihrem Testament, dass ihr Blindenbegleithund Toffee im Falle ihres Todes eingeschläfert werden sollte. Ihr letzter Wille war es, gemeinsam mit dem Vierbeiner begraben zu werden. Als sie Anfang März an einem Krebsleiden verstarb, folgte ihr Sohn Andrew dem Wunsch und ließ den fünf Jahre alten Labrador einschläfern und mit Sheila Stadler begraben.

Dass ein junges und gesundes Tier getötet wurde, nur weil das Leben der Besitzerin zu Ende ging, erregte die Gemüter in der ganzen Stadt. Auch Mitgliedern der eigenen Familie seien ganz und gar nicht damit einverstanden gewesen, dass für Toffee kein neuer Platz gesucht wurde. Andrew gibt an, sogar Morddrohungen erhalten zu haben.

Der ortsansässige Tierarzt Gregory Reilly gab gegenüber der "Daily Mail" an, Toffee zwar nicht eingeschläfert, aber für den Besitzer eine rechtliche Auskunft eingeholt zu haben: "Ich wollte nur herausfinden, ob das Vorhaben der Stadlers legal ist. Und leider stellte sich heraus: Die Tötung war rechtlich vollkommen in Ordnung, da Toffee Eigentum der Familie war."

In Österreich wäre das möglicherweise anders gewesen - laut heimischem Tierschutzgesetz ist das Einschläfern eines Tieres nur dann zulässig, wenn ein "vernünftiger Grund" vorliegt.

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