Mo, 18. Dezember 2017

"Phase des Lernens"

05.04.2013 13:57

Offiziell angelobt: Dörfler tritt Job im Bundesrat an

Der ehemalige Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) ist am Freitag in seiner neuen Funktion als Bundesrat angelobt worden (Bilder). Am Rande der Sitzung erklärte der Neo-Mandatar, dass sein Ruf nach Abschaffung der Kammer im Vorjahr nur eine "Momentaufnahme" gewesen sei. Vorwürfe, mit seinem neuen Posten lediglich seine Polit-Pension zu sichern, wies Dörfler zugleich energisch zurück.

Er hätte seine langjährige politische Erfahrung auch "entsorgen" können, dies wolle er aber nicht, daher will er diese nun in den Bundesrat einbringen, betonte Dörfler bei seinem ersten Auftritt. Man solle ihn daran messen, was er inhaltlich beitragen wird, sagte er. Reformvorschläge für den Bundesrat hat er noch keine. Es wäre "kühn", solche noch während seiner ersten Sitzungsteilnahme auszusprechen. Jetzt befinde er sich einmal in einer "Phase des Lernens". Seine neue Aufgabe werde er jedenfalls mit "Demut" wahrnehmen, sagte Dörfler.

Ruf nach Abschaffung nach "Burgstaller-Vorstoß"
Zu seinem Ruf nach Abschaffung der Kammer im Vorjahr meinte der Neo-Abgeordnete, er habe sich im Februar 2012 nur der Meinung der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) angeschlossen. Er habe damals aber keine entsprechenden Anträge gestellt, noch den Bundesrat in irgendeiner Form beschimpft. Er habe den "Vorstoß von Burgstaller" eben "auch überlegenswert gefunden", so Dörfler am Rande der Sitzung.

In einer Aussendung vom 14. Februar 2012 hatte er noch erklärt, es freue ihn "umso mehr, dass nun nach dem Motto 'nun sind wir schon zwei' in dieser Frage eine Allianz mit LH Gabi Burgstaller gegeben ist - nachdem ich schon mehrfach meinen Standpunkt, wonach der Bundesrat abzuschaffen ist, klargemacht habe."

Seine damaligen Ansichten begründete Dörfler nun auch damit, dass es generell darum gehe, die politische Architektur eines Landes zu hinterfragen. Als Beispiel nannte er Überlegungen, etwa den Bundeskanzler direkt wählen zu lassen. Er trete jedenfalls leidenschaftlich für eine Verstärkung des Direkt-Mandats ein.

Will sich bei grenzüberschreitender Politik einbringen
Der Neo-Mandatar hielt am Freitagvormittag auch gleich seine erste Rede, Thema waren die Regionen in Europa. Der Kärntner Ex-Landeschef verwies dabei u.a. auf das "erfolgreiche Projekt" des von ihm mitbegründeten Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit "Euregio Senza Confini" - ein Bündnis der Regionen Veneto, Friaul-Julisch Venetiens, Luca Zaia und Renzo Tondo sowie Kärnten. Es gehe dabei darum, Brücken zu bauen, betonte Dörfler. Gerade bei dieser "grenzüberschreitenden Politik" wolle er seine Erfahrung einbringen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden