So, 19. November 2017

DVD & Live-Konzert

03.04.2013 10:48

Joe Bonamassa mit umfassendem Wien-Package

Zwischen stundenlangem Gitarrenspiel, zahllosen Projekten und Touren im Stakkato-Takt blieb Topmusiker Joe Bonamassa im letzten Jahr auch Zeit für eine auf sieben Auftritte limitierte Akustik-Tour. Den Gig in der Wiener Staatsoper hat er für seine aktuelle DVD mitgeschnitten, und im Oktober beehrt er erneut Wien - mit seiner Rockband. Im Interview spricht der 35-Jährige auch über Klassikkomponisten, Arbeitsstress und Berufswünsche.

Er gilt nicht nur als absolutes Gitarren-Genie, sondern wird medial auch immer wieder gerne zum Retter des Blues-Rock hochstilisiert. Tatsächlich hat es Joe Bonamassa durch seine konsequente Veröffentlichungspolitik und reges Touren geschafft, eine veraltet geglaubte Musikrichtung auch jungen Menschen näherzubringen. Neben Kollaborationen mit Beth Hart und Glenn Hughes (Black Country Communion), sowie zahlreichen Gastauftritten bei Musikergrößen wie Joe Lynn Turner, Don Airey oder Derek Sherinian blieb dem US-Amerikaner im letzten Jahr auch Zeit, ein Herzensprojekt in die Tat umzusetzen – seine Songs im Rahmen von sieben ausgewählten Akustikkonzerten zu präsentieren.

Visuelle Wien-Freuden
Ein Auftritt erfolgte in der Wiener Staatsoper, ohne den die Tour niemals stattgefunden hätte: "Bevor wir die ganze Idee dieser Tour durchdachten, wussten wir, dass wir dort auftreten möchten. Ein Jahr davor waren wir beim Wiener Jazz Fest und dort wurde der Gedanke geboren." Der Auftritt in der Staatsoper verlief so gut, dass Bonamassa seinen Fans mit der DVD "Joe Bonamassa: An Acoustic Evening At The Vienna Opera House" sogar einen visuellen Konzertmitschnitt schenkt. "Die Location war der Wahnsinn. Auch Sound und Publikum waren großartig. Es war eines der besten Konzerte, die ich je gespielt habe, und ich bin sehr froh, dass wir das mitgefilmt haben."

Der 35-Jährige fühlte sich schon seit jeher von diversen Klassik-Größen wie Beethoven, Mozart oder Schubert inspiriert. "Das war eine fantastische Zeitepoche. Heute nimmst du ein Demo auf und kannst im Nachhinein alles ändern. Diese Jungs haben einfach ihre Lieder geschrieben und damit hatte es sich. Der größte Unterschied zwischen ihnen und mir ist, dass sie Musik auch lesen konnten und ich nicht", fügt er lachend hinzu.

Erfolgreiche Alben
Selbst wenn er Musik nicht lesen kann, kann er sie fühlen wie kaum ein Zweiter. Obwohl sein erdiger Blues-Rock in Zeiten der schnellen Unterhaltung und computergenerierter Radiohits etwas deplatziert wirken mag, erklimmt er mit seinen Alben in Europa und den USA stets hohe Chartränge.

Der Workaholic veröffentlichte innerhalb von 13 Jahren nicht weniger als zehn Soloalben, drei mit der Band Black Country Communion, eines mit Sängerin Beth Hart, und vier DVDs. Stress verspürt er dabei nicht. "Im Endeffekt ist es ja mein Beruf. Wenn ich etwas beende, fange ich sofort mit dem nächsten Kapitel an. Ich mache das nicht, weil man es von mir fordert, sondern weil es mir Spaß macht."

Musikalischer Geheimagent
Das Talent wurde Bonamassa bereits in die Wiege gelegt. Bereits als Zwölfjähriger spielte der Sohn eines Gitarrengeschäftinhabers zusammen mit B.B. King, im weiteren Verlauf seiner Karriere hat er auch mit Rockgrößen wie Eric Clapton und Paul Rodgers Studio oder Bühne geteilt. Einen anderen Beruf als den des Gitarristen hätte es für Bonamassa nie gegeben. "Ansonsten wäre ich wohl Geheimagent geworden", gibt er lachend preis.

Streng geheim war auch lange Zeit, ob Bonamassa auch in diesem Jahr wieder in Wien auftreten wird. Der begnadete Gitarrenkünstler wird am 4. Oktober die Wiener Stadthalle beehren und diesmal wieder auf sein liebstes Steckenpferd setzen – den gitarrenlastigen Blues-Rock. Karten erhalten Sie unter 01/960 96 999 oder im "Krone"-Ticketshop.

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