Mi, 22. November 2017

Einsatz in den Bergen

28.03.2013 16:08

Lawinenabgang in Salzburg: Ein Toter, ein Verletzter

Im Salzburger Lungau sind am Donnerstag drei Skitourengeher von einer mächtigen Nassschneelawine erfasst und mitgerissen worden. Einer der drei Männer konnte sich aus eigener Kraft befreien, er blieb fast unverletzt. Einer seiner Kameraden kam mit schweren Verletzungen davon, der dritte konnte hingegen nur noch tot geborgen werden.

Zwei Tourengeher aus Salzburg und einer aus Bayern befanden sich am Nachmittag laut Balthasar Laireiter, Bezirksstellenleiter der Salzburger Bergrettung, bei der Abfahrt vom Großen Mosermandl im Bereich der Jakoberalm. Der Bayer, der als letzter abgefahren war, löste offenbar nach ein paar Schwüngen die Lawine aus, die das Trio dann 350 bis 400 Höhenmeter mit sich riss. Dem Deutschen gelang es noch seinen Lawinenairbag zu aktivieren, er überstand den Abgang fast unverletzt.

Reanimationsversuche erfolglos
Ein 70-jähriger Salzburger hingegen lag kaum verschüttet, aber tot auf dem Lawinenkegel, als er von seinem Begleiter erreicht wurde. Reanimationsversuche durch die Helfer blieben letztlich erfolglos. Der zweite Salzburger wurde ganz verschüttet, konnte aber von einem Lawinenhund geortet und von den Rettern geborgen werden. "Er wurde beim Abgang zwar einen halben bis einen Meter tief verschüttet. Und er hatte eine Atemhöhle", sagte eine Sprecherin der Salzburger Bergrettung. Trotzdem dürfte der Mann fast 40 Minuten unter dem Schnee begraben gelegen haben, bis er gerettet wurde. Der Mann wurde mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus geflogen. Sein Zustand sei aber stabil.

Laut Laireiter war die Lawine mit 400 Metern Länge und 100 Metern Breite sehr mächtig und ging in exponiertem, südseitigem und steilem Gelände ab. "Der Hang lag seit dem Morgen in der Sonne, der Schnee dürfte schon ziemlich durchfeuchtet gewesen sein." Zum Unfallzeitpunkt herrschte in den Niederen Tauern mit der Lawinenwarnstufe 2 mäßige Gefahr.

Heuer bereits 18 Todesopfer durch Lawinen
In diesem Winter sind in Österreich bereits 18 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen, eine 29-jährige Tourengeherin aus Deutschland wird überdies seit drei Wochen im Tiroler Karwendelgebirge vermisst. Laut Kuratorium für Alpine Sicherheit in Innsbruck starben auch in der Vorsaison 2011/2012 18 Menschen bei Lawinenunfällen. Insgesamt bewegt sich die Zahl der Opfer aber noch unter dem langjährigen Schnitt von 26 Opfern im Jahr.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden