Di, 21. November 2017

Frust sitzt tief

16.03.2013 14:22

Schweizer Ammann beendet die Saison frühzeitig

Simon Ammann zieht vorzeitig einen Schlussstrich unter eine durchwachsene Saison. Der vierfache Olympiasieger aus der Schweiz verzichtet auf das Weltcupspringen von Oslo und das Saisonfinale auf der Flugschanze in Planica.

"Ich will mir zum Ende des Winters nicht noch eine große Portion Frust aufladen", begründete der 31-jährige Toggenburger seine Entscheidung in einer Aussendung. Um seinen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, müsse er körperlich und mental optimal vorbereitet sein. Dies sei momentan nicht der Fall.

Der vorzeitige Rückzug kommt nach seinem 35. Rang beim Springen in Trondheim nicht überraschend. Bereits am Freitagabend hatte Ammann die Option Notausgang in Betracht gezogen, nachdem er zum vierten Mal in diesem Winter einen Finaldurchgang verpasst hatte.

Mit Zuversicht in die Zukunft
Ammann zog trotz des vorzeitigen Ausstiegs eine mehrheitlich positive Saisonbilanz. Ergebnismäßig äußerte sich dies in zwei Podestplätzen und acht weiteren Top-Ten-Klassierungen. Zudem hatte er im Training immer wieder sehr gute Ansätze gezeigt, die er allerdings im Wettkampf nicht umsetzen konnte. "Ich schaue zuversichtlich in die Zukunft", betonte Ammann. Er sei sich sicher, dass er in den vergangenen zwei Jahren den richtigen Weg eingeschlagen habe. "Das Skispringen bedeutet mir nach wie vor sehr viel."

Seine körperliche und mentale Leere begründete Ammann mit dem enormen Aufwand, den er betreiben musste, um nach dem Wechsel auf die hautengen Anzügen den Kontakt zur Spitze zu halten. "Jetzt, da ich die Abstimmung wieder in einen Topbereich gebracht habe, spüre ich, dass die Anpassungen über den Winter sehr viel Energie gekostet haben."

Ammann kehrt nun in die Schweiz zurück, legt eine Pause ein und wird im Frühling das Training für die Olympiasaison in Angriff nehmen.

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