Mi, 13. Dezember 2017

Nach Warnstreiks

15.03.2013 19:59

OÖ-Ordensspitäler: Annäherung in KV-Verhandlungen

Eine Annäherung in den KV-Verhandlungen in den oberösterreichischen Ordensspitälern hat es am Freitag in einem Gespräch zwischen Krankenhausleitungen, Gewerkschaft und LH Josef Pühringer gegeben. "Ich glaube und hoffe, wir haben eine Einigung erzielt", erklärte Pühringer. Bevor in Betriebsversammlungen über das Paket abgestimmt werden könne, müssen noch Details mit den Arbeitgebern geklärt werden, hieß es seitens der Gewerkschaft. Bis zu einer Entscheidung - schon am Dienstag oder erst nach Ostern - werde es keine Kampfmaßnahmen geben.

Kernpunkte des nun vorgelegten Angebots seien für 2013 und 2014 der Abschluss des öffentlichen Dienstes und eine "exakt ausgerechnete" 39,17-Stunden-Woche ab April, nach dem Modell in den Spitälern des landeseigenen Trägers gespag, so Pühringer. Auch bei der Anwesenheitsbereitschaft sei das gespag-Modell vorgesehen, das 60 Prozent als Arbeitszeit rechnet. Bisher waren es in den Ordensspitälern nur 50 Prozent.

Weitere Bedingungen der Arbeitgeber, wie die Jahresdurchrechnung bei Überstunden, die Angleichung des Überstundenteilers an die gespag-Regelung und die Vereinheitlichung des Vorrückungsstichtages sollen nur für Mitarbeiter zum Tragen kommen, die ab 1. Jänner 2014 neu eintreten.

Vorliegende Regelungen "wirklich vernünftig"
"Die Verhandler waren bereit, das Angebot den Mitarbeitern vorzulegen, das war bisher noch nie der Fall", freute sich Pühringer, der mit dem nunmehrigen Kompromiss gut leben kann. Bei drei Krankenhausträgern im Land brauche es faire, gerechte Lösungen.

Peter Ausweger, Sprecher der Ordensspitäler, nannte die vorliegenden Regelungen "wirklich vernünftig", mittelfristig werde es zu einer Angleichung zwischen Ordensspitälern und jenen der gespag kommen. Auch die Gewerkschaft sprach von einer Annäherung, freilich würden aber noch Details mit den Geschäftsführungen verhandelt.

Ordensspitäler traten bereits zweimal in Streik
In den acht Ordensspitälern hatte es bereits einen Warnstreik im Februar und am Mittwoch einen neuerlichen Streik gegeben (Bericht siehe Infobox). Die Forderungen der Gewerkschaft vida, die die rund 10.000 Beschäftigten der acht Ordensspitäler vertritt, sind - nach einem "Abspeisen" unter der Inflationsrate im vierten Jahr in Folge - eine Teuerungsabgeltung oder eine unbefristete Verkürzung der Wochenarbeitszeit von derzeit 40 auf 39 Stunden.

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