Mi, 22. November 2017

Svindal gibt auf

14.03.2013 17:08

Hirscher steht als Gesamtweltcup-Sieger fest

Marcel Hirscher steht als Gesamtweltcup-Sieger fest. Nachdem Aksel Lund Svindal am Donnerstag im Lenzerheide mitteilte, dass er auf ein Antreten im Slalom am Sonntag verzichtet, kann er den Österreicher nicht mehr einholen. In Feierlaune ist Hirscher aber noch nicht. Seine Gedanken seien derzeit bei Teamkollege Klaus Kröll, der beim Super-G-Rennen schwer zu Sturz gekommen war, wie der 24-Jährige am frühen Abend betonte.

Hirscher, der bereits im Vorjahr die große Kristallkugel gewonnen hatte, liegt vor dem Riesentorlauf und Slalom 149 Punkte vor Svindal, der diesen Rückstand nun nicht mehr aufholen kann. "Marcel hat sich den Sieg im Gesamtweltcup verdient. Ich werde den Slalom als Zuschauer genießen", sagte der Norweger.

Der Erfolg von Hirscher bedeutet den elften ÖSV-Gesamtsieg bei 47 Auflagen, die meisten großen Kristallkugeln hat der Luxemburger Marc Girardelli mit fünf Stück zu Hause, dahinter folgen der Salzburger Hermann Maier, der Italiener Gustavo Thöni und der Schweizer Pirmin Zurbriggen mit je vier.

Krölls Sturz trübt Marcels Freude
Hirscher hat die Freude über den Gesamtsieg aber noch nicht zugelassen, nach dem Sturz seines Teamkollegen Klaus Kröll im Skandal- und Abbruch-Super-G am Donnerstag (siehe Infobox) war er alles andere als in Feierstimmung. "Ich bin nicht aufgelegt zum Lustig- und Gutdraufsein. Ich denke derzeit an Klaus, wie es ihm geht. Unfälle passieren, aber wenn es nicht sicher für uns Athleten ist, ist es dumm. Es ist nicht wert, ein Rennen zu starten, wenn es gefährlich ist", sagte der verärgerte Hirscher. Er sei den ganzen Tag angespannt gewesen, und es sei mit dem Sturz von Klaus auch noch "beschissen" ausgegangen. "Gut drauf bin ich jetzt sicher nicht."

Spätestens wenn er die Kugel in Händen hält, wird sich Hirscher aber darüber freuen. Er hat in der Schweiz noch zwei wichtige Rennen vor sich. In 18 Weltcuprennen in diesem Winter ist er 16 Mal auf dem Stockerl gestanden, diese eindruckvolle Serie will er am Wochenende fortsetzen.

Hirscher gewann 2012/2013 fünf Slaloms (inklusive ein Parallelevent) und einen Riesentorlauf. Svindal entschied vier Super-Gs und eine Abfahrt für sich. In beiden Disziplinen holte sich der Skandinavier, der heuer auch Abfahrtsgold gewann, die kleine Kugel. Weltmeister Hirscher schlug in der Slalomwertung zu.

Weltcupfinale droht zu Farce zu verkommen
Das Weltcupfinale droht indessen zur totalen Farce zu verkommen. Nach den Absagen der beiden Abfahrten am Mittwoch mussten der Herren-Super-G am Donnerstag abgebrochen und der Damen-Super-G gänzlich gestrichen werden. Trotz widriger Bedingungen war das Herren-Rennen nach mehrmaliger Startverzögerung eröffnet, unterbrochen, wieder aufgenommen, erneut unterbrochen und letztlich komplett abgebrochen worden. Klaus Kröll war als letzter Läufer mit Startnummer zehn schwer zu Sturz gekommen. Svindal stand bereits zuvor als Disziplinsieger fest.

Auch Damen-Super-G abgesagt
Auch der Damen-Super-G, der nach dem Herren-Rennen geplant gewesen war, musste abgesagt werden. Damit sicherte sich Tina Maze kampflos die kleine Kristallkugel.

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