Fr, 15. Dezember 2017

Hilfe für Allergiker

13.03.2013 11:59

Heimische Gratis-App für persönliche Pollenwarnung

Rechtzeitig zum Beginn der Pollensaison stellt der Österreichische Pollenwarndienst der medizinischen Universität Wien einen weltweit einzigartigen Service vor. Die neue Pollenwarn-App berücksichtigt erstmals die individuelle Reaktionslage des einzelnen Allergikers und macht damit eine ganz persönliche Pollenwarnung möglich.

Die individualisierte Pollenwarnung ist die erste Applikation dieser Art weltweit und steht für iPhones und Android-Handys auf der Website des Pollenwarndienstes und in den App-Stores zur Verfügung. Eine Version für Windows-Phones gibt es noch nicht. Der Service ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar und funktioniert auch in Deutschland und Frankreich.

Pollensaison hat bereits begonnen
Erle und Hasel eröffneten mit ihrer Blüte bereits jetzt die Pollensaison. Damit hat das Leiden für die zahlreichen Pollenallergiker begonnen. Etwa jeder vierte Österreicher leidet an einer Allergie auf bestimmte Stoffe, wie dem Blütenstaub einiger Pflanzen. "Das gute Wetter Anfang März hat zum explosionsartig ansteigenden Pollenflug von Erle und Hasel geführt", so Uwe Berger, Leiter des Österreichischen Pollenwarndienstes an der medizinischen Universität Wien.

Auch erste Pollen von Birke und auch Esche sind schon in der Luft. Starke Belastungen werden in der letzten März-Woche erwartet. Insgesamt wird der Birkenpollenflug heuer wahrscheinlich etwas milder als 2012 ausfallen. Die Vorhersagen für Gräser-, Beifuß- und Ragweed-Pollen können zurzeit noch nicht getroffen werden. Nur so viel: "Die Ragweed-Saison wird heuer dem Trend der letzten Jahre folgend wieder um ein paar Tage länger dauern", so Berger.

App berücksichtigt individuelle Allergiebelastung
Die Beschwerden sind individuell unterschiedlich. Manche Allergiker reagieren stark, wo andere noch fast gar nichts spüren. Die neue Gratis-App des Pollenwarndienst der medizinischen Universität berücksichtigt genau das und errechnet die ganz persönliche Belastung: ein maßgeschneiderter Pollenalarm, samt Vorhersage für die nächsten drei Tage.

Berger: "Mit unserer ersten App wurde die Pollenwarnung im letzten Jahr ganz einfach auch unterwegs abrufbar. 40.000 Allergiker haben sie seither auf ihr Smartphone geladen und damit stets einen raschen Überblick, welche der zwölf wichtigsten Allergieauslöser gerade in welchem Ausmaß und in welcher Gegend in der Luft sind. Nun haben wir diesen Informationsservice weiterentwickelt und bieten die Vorschau ab sofort auch zugeschnitten auf die individuelle Reaktionslage des Allergikers an."

Allergiker werden mit "Pollen-Tagebuch" klassifiziert
Auf Basis persönlicher, vorab eingetragener Symptomdaten ins "Pollen-Tagebuch", werden Pollenallergiker einer bestimmten Reaktionslage zugeordnet und ähnlich den Haut-UV-Typen in vier Klassen eingeteilt. Die allgemeine Vorhersage (keine bis sehr hohe Belastung) wird dann künftig entsprechend der errechneten Klasse nach oben oder unten korrigiert. Wird das GPS-Modul des Smartphones genutzt, passt sich die Pollenwarnung bei einem Ortswechsel automatisch der neuen Position an.

Mediziner raten bei Pollenallergie zum Arztbesuch
Eine Atemwegsallergie bedeutet für Betroffene und ihre Familien eine große Belastung. Schlafstörungen, Probleme im Beruf, Krankenstände oder Fehlzeiten in der Schule sind häufige Folgen einer unzureichend behandelten Allergie. Um das zu verhindern, sollte man rechtzeitig medizinische Hilfe suchen.

"Dauern die Beschwerden wie Schnupfen, Niesen, juckende und tränende Augen länger als vier Wochen an, sollte man der Ursache unbedingt auf den Grund und zum allergologisch versierten Arzt gehen", rät Zsolt Szépfalusi von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde der medizinischen Universität Wien Betroffenen.

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