Mo, 18. Dezember 2017

"Namensmissbrauch"

07.03.2013 11:22

Potenzmittel neben Name: Frau in den USA klagte Google

Weil die Suche nach ihrem Namen im Internet eine Verbindung zu einem Potenzmittel herstellte, hat eine Frau in den USA Google verklagt – und verloren. Nach über elf Monaten Verhandlungszeit urteilte ein Gericht am Mittwoch in Chicago, dass der Internetkonzern dafür nicht haftbar gemacht werden könne.

Beverly Stayart aus Elkhorn im US-Bundesstaat Wisconsin ist studierte Betriebswirtin, hat außerdem englische Literatur studiert, engagiert sich für Tierschutz und schreibt gerne Gedichte. So recht vertragen will sich dieses positive Image mit den Empfehlungen von Google allerdings nicht.

Denn wer dort nach ihrem Namen sucht, bekommt unter anderem die Empfehlung ausgesprochen, doch nach "Bev Stayart Levitra" zu suchen. Bei Letzerem - Levitra - handelt es sich um ein Potenzmittel des Pharmaunternehmens Bayer.

Stayart sah darin laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters einen Missbrauch ihres Namens – und klagte daher gegen Google, nachdem sie mit einer ähnlichen Klage gegen Yahoo im Jahr 2009 bereits gescheitert war. Die Frau warf dem Internetkonzern vor, auf ihre Kosten mit bezahlten Werbeanzeigen Geld zu verdienen.

Diese laut Stayart "erhebliche anstatt zufällige" Verbindung zwischen ihrem Namen und Googles Bemühungen, daraus Einnahmen zu generieren, sah das zuständige Gericht in Chicago jedoch nicht und wies die Klage ab.

Richterin Ann Claire Williams argumentierte in ihrem Urteilsspruch, dass die Suche nach "Bev Stayart Levitra" eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse sei, weil Stayart diese durch ihre Klagen gegen Google und zuvor Yahoo überhaupt erst zu einer solchen gemacht hatte.

Warum die auf Nutzeranfragen basierenden Vorschläge von Google ursprünglich überhaupt eine Verbindung zwischen Beverly Stayart und dem Potenzmittel herstellen, bleibt indes offen. Schuld daran trägt möglicherweise der Nachname der Frau, der sich auch als "stay hard" interpretieren ließe.

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