So, 19. November 2017

Wählerstromanalyse

04.03.2013 09:31

FPK verlor vor allem an SPÖ, Nichtwähler und Stronach

Bei der Landtagswahl in Kärnten am Sonntag konnte die FPK als der große Verlierer nur noch 29 Prozent der Wähler aus dem Jahr 2009 (damals trat man noch als "BZÖ - Liste Jörg Haider" an) für sich mobilisieren. Laut einer Wählerstromanalyse des Meinungsforschungsinstituts SORA wanderten fast ein Viertel (22 Prozent) der Stimmen zur SPÖ, elf Prozent zum Team Stronach und sieben Prozent zum BZÖ. Ein weiteres Viertel (23 Prozent) der BZÖ-Wähler von 2009 schritt diesmal gar nicht mehr zu den Urnen.

Die Analyse basiert auf dem vorläufigen Endergebnis inklusive Wahlkarten-Prognose. Demnach konnten die SPÖ, die ÖVP und die Grünen in Kärnten den Großteil ihrer Wähler halten. Der SPÖ gelang es, 70 Prozent, der ÖVP 63 Prozent und den Grünen 62 Prozent ihrer Wähler von 2009 wieder für sich zu gewinnen.

Einzig bei der ÖVP ging eine nennenswerte Gruppe, nämlich zwölf Prozent der ehemaligen Wähler, an die Grünen verloren. Im Gegenzug verlor die Öko-Partei 19 Prozent ihrer Wähler von 2009 an die SPÖ.

Grüne mit Zugewinnen von mehreren Parteien
Dafür erzielten die Grünen Zugewinne von mehreren Parteien, neben den Stammwählern flossen die Stimmen von Ex-Wählern des BZÖ (19 Prozent), der ÖVP (18 Prozent) sowie der SPÖ (16 Prozent). Am erfolgreichsten bei der Mobilisierung ehemaliger Nichtwähler waren am Sonntag übrigens das BZÖ und das Team Stronach: Jeweils ein Fünftel ihrer nunmehrigen Wähler ging 2009 nicht an die Urnen.

Beim Team Stronach stammte fast die Hälfte der Stimmen von ehemaligen BZÖ-Wählern, zehn Prozent stammten von der ÖVP und sieben Prozent von der SPÖ. Beim BZÖ unter Josef Bucher kam über die Hälfte (54 Prozent) von Wählern des "alten" BZÖ, zehn Prozent von der SPÖ.

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