So, 19. November 2017

Werden aufgepäppelt

04.03.2013 08:58

Elf verwahrloste Hunde in Salzburg beschlagnahmt

Tierischer Einsatz für die Polizei in Seekirchen: Anrainer schlugen Alarm, weil zwei Hunde durch eine Siedlung liefen. Eines der Tiere wurde angefahren. Die Beamten riefen Uwe Gottschalk vom Österreichischen Tierschutzverein zu Hilfe. Im Haus der Hundebesitzerin entdeckten sie neun weitere verwahrloste Vierbeiner. Die Hunde werden aufgepäppelt und später vermutlich vergeben.

Völlig überfordert mit der Hundehaltung war eine 61-jährige Frau in Seekirchen in Salzburg. Sie hielt in ihrem Haus mit 200 Quadratmetern Wohnfläche ganze elf Hunde. Anrainer hatten sich schon öfter beschwert. Am Freitag kam es zum Eklat: Zwei der Vierbeiner entwischten und liefen bis zur Gemeindestraße. Eines der Tiere wurde dabei von einem Auto angefahren.

Die Anrainer alarmierten die Polizei. Diese rief Uwe Gottschalk zu Hilfe. "Den verletzten Vierbeiner brachten wir in die Tierklinik. Den zweiten Hund fingen wir ein", erzählt Gottschalk. Danach ging es zur Tierbesitzerin. Und dort fanden Gottschalk und die Beamten erschreckende Zustände vor: "Alles war verdreckt, da waren nur rund 30 Quadratmeter frei, wo man durchgehen konnte, fürchterlich. Und da 'hausten' noch neun weitere Hunde", schildert Gottschalk. Der Amtstierarzt ließ sie umgehend beschlagnahmen.

Die Hunde werden jetzt von Gottschalk am Gnadenhof in Oberwang bei Mondsee bestens versorgt. "Wenn die Besitzerin nach 60 Tagen nicht beweisen kann, dass sie gut für die Hunde sorgt, dann werden sie an andere Tierfreunde vergeben", so Gottschalk. Das kann man ihnen in diesem Fall wohl nur wünschen.

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