Do, 23. November 2017

Jon im Interview

02.03.2013 17:00

Bon Jovi kommen mit neuem Album in die Wiener Krieau

Die erfolgreichen Stadionrocker Bon Jovi feiern dieses Jahr nicht nur ihr 30-Jahre-Bandjubiläum, sondern stellen am 17. Mai in der Wiener Krieau auch ihr neues Album "What About Now" vor. Sänger und Bandboss Jon Bon Jovi sprach im "Krone"-Interview über seine Erinnerungen an Auftritte in Österreich, warum er kurz überlegte, in den USA Mitt Romney zu wählen, und aus welchen Gründen er die Band auflösen würde.

Feierstimmung bei den amerikanischen Stadionrockern. Bon Jovi, eine der kommerziell erfolgreichsten Rockbands der Musikgeschichte, feiern in diesem Jahr ihr 30-Jahre-Bandjubiläum und haben dafür mit "What About Now" auch ein brandneues Album am Start. Die große Geburtstagsfeier möchte Jon Bon Jovi aber um ein Jahr verschieben, wie er im "Krone"-Interview verrät: "Wir haben 1984 unseren ersten Plattenvertrag unterzeichnet und unser Debütalbum veröffentlicht. Ich denke, dass wir also erst nächstes Jahr die großen Feiern begehen werden."

Fitness trotz Alkohol
Der Frontmann selbst feierte unlängst seinen 51. Geburtstag, sieht noch immer blendend aus und wirkt fitter als je zuvor. Obwohl sich der gute Mann noch immer gerne im Rockstar-Klischee verortet: "Ich trinke immer noch viel zu viel Alkohol. Ich bin zwar kein Alkoholiker, aber ein Trinker." Die Fitness und Agilität wird Bon Jovi für die große Tour, bei der er am 17. Mai auch in der Wiener Krieau Halt machen wird, brauchen. Neben einer langen und umfangreichen Setlist dürfen sich die Fans auch wieder auf ein spezielles Bühnenequipment freuen: "Die Fans werden die Front eines 1960er-Buick sehen. Im Kühlergrill des Autos befindet sich quasi als Stoßstange die Bühne."

An die Auftritte in Österreich hat der Rockstar durchwegs gute Erinnerungen: "Ich denke da vor allem an das Konzert 1995 in Zeltweg, als Van Halen vor uns eröffneten und etwa 80.000 Menschen anwesend waren. Es kommt mir vor, als ob ich da schon 110 Jahre alt gewesen wäre", fügt er lachend hinzu. Obwohl ihm Zuschauerrekorde und Bestleistungen nicht wichtig sind, würde er die Band nicht auf Biegen und Brechen am Leben erhalten: "Sollten wir mal in kleinen Clubs auftreten müssen, dann ist das Kapitel für mich beendet. Ich würde das Vermächtnis nicht ewig mitschleppen." Selbst für eine Band wie Bon Jovi gibt es allerdings noch Länder, in denen man gerne spielen würde: "Israel ist ganz oben auf meiner Liste. Dort würde ich wirklich gerne mal auftreten."

Politische Botschaft
Mit im Gepäck hat die Band auf jeden Fall ihr neues Album "What About Now", dessen Single-Auskoppelung "Because We Can" sich bereits auf Dauerrotation bei den Radiostationen befindet. Der Song spielt auf die US-amerikanische Politsituation an: "Als Barack Obama zum ersten Mal ins Weiße Haus gewählt wurde, haben ihn einige Menschen als eine Art Heilsbringer gesehen, der er aber nicht ist. Er ist einfach ein hart arbeitender Mensch, der seinen Job so gut wie möglich erledigen möchte. Viele Leute dachten sich dann 'Meine Stimme zählt ja eh nicht' oder 'Warum soll ich wählen gehen?' Meine Antwort darauf war immer: 'Because We Can.'"

Obwohl Jon Bon Jovi gemeinhin als überzeugter Demokrat bekannt ist, ist er kein blinder Parteigänger. "Vor der letzten US-Präsidentschaftswahl habe ich vorurteilsfrei und mit offenem Herzen zugehört, was Mitt Romney zu sagen hatte. Ich fühlte, dass seine Ansichten das Land vielleicht sogar in die richtige Richtung gelenkt hätten. Aber prinzipiell bin ich für eine bessere Bildung, für ein sinnvolles Gesundheitssystem und außerdem bin ich nicht der Ansicht, man müsse mit wuchtigen Maschinengewehren auf Elche feuern. So fiel dann eben meine Entscheidung."

Verwurzelt in der Heimat
Dass Politiker unterschiedlicher Couleur auch zusammenrücken können, bewies der Hurrikan Sandy, der Bon Jovis Grundstück beschädigte und das Strandhaus von Keyboarder Dave Bryan völlig zerstörte. "Beim Benefizkonzert für die Opfer des Hurrikans herrschte so ein großartiges Gemeinschaftsgefühl", erzählt der Sänger, "wir haben alle zusammengehalten. Die verschiedenen Gouverneure sind in einem Umkleideraum zusammengesessen. New York und New Jersey – das sind unsere Städte mit unseren Wurzeln."

Bei so viel Engagement läge es doch auf der Hand, dass der 50-Jährige selbst einmal die politische Bühne betritt. "Ich habe wohl nicht die richtige Haut dafür. Es ist ein undankbarer Job. Ich kenne aber Politiker, die aus ärmlichen Verhältnissen stammen und diesen Job aus den richtigen Beweggründen angenommen haben – dafür bewundere ich sie."

Noch kein Ende in Sicht
Solange Bon Jovi nicht der Politik beitritt, wird er seine Fans noch eine Zeit lang mit erfolgreichen Stadionrock-Hymnen erfreuen. Wenn auch nicht auf Biegen und Brechen: "Es gibt keinen Grund aufzuhören. Allerdings werde ich niemals der fette Elvis werden – wenn einmal alles zur Gewohnheit wird, dann höre ich sofort auf."

Karten für das Bon-Jovi-Konzertereignis am 17. Mai auf der Krieauer Trabrennbahn erhältst du unter 01/960 96 999 oder im "Krone"-Ticketshop.

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