Mo, 20. November 2017

Ängstigte Rivalen

28.02.2013 11:05

Privatzoo von Gangsterboss in Rumänien geräumt

Die Behörden in der rumänischen Hauptstadt Bukarest waren am Mittwoch in exotischer Mission unterwegs: Sie räumten den Privatzoo eines Schwerverbrechers, der sich unter anderem Löwen und Bären gehalten hatte - wohl vor allem, um seine Konkurrenten einzuschüchtern.

Ion Balint, genannt "Nutzu, der Pfandleiher", ist eine Größe der rumänischen Unterwelt - als Chef einer Gangsterbande werden ihm versuchter Mord, Entführung, Erpressung und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen. Vergangenen Freitag wurde er festgenommen, am Mittwoch ist nun sein Privatzoo aufgelöst worden.

Weitere Fotos von der Aktion findest du in der Infobox!

Zoo soll Exoten aufnehmen
Auf einem streng bewachten Anwesen in einem ärmlichen Teil Bukarests fanden die Behörden - neben ungefährlichen Tieren wie Pferden und Kanarienvögeln - vier Löwen und zwei Bären, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Sie wurden von Mitarbeitern der Umweltbehörde unter Mithilfe der österreichischen Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" betäubt und abtransportiert. Sie sollen vorerst in einem Zoo Unterschlupf finden, später sei auch eine Unterbringung in Südafrika denkbar, heißt es.

Angeblich auch eine Folterkammer vor Ort
Mit den Tieren habe Balint Konkurrenten und Opfer eingeschüchtert, berichten rumänische Medien. Zudem soll sich auf dem Anwesen eine Folterkammer befinden. Zu beiden Vorwürfen wollten die Behörden keine Angaben machen. Sie ließen lediglich verlauten, Balint habe die exotischen Tiere seit zehn Jahren illegal gehalten - allein darauf stehen im Land bis zu ein Jahr Haft und eine Geldstrafe.

Ritt in die Freiheit auf schwarzem Hengst
Doch die Vorwürfe gehen weit über Tierquälerei hinaus: Balint und seinem Bruder Vasile wird zur Last gelegt, die Unterwelt Bukarests in weiten Teilen zu kontrollieren. Schon 2009 war "der Pfandleiher" wegen Menschenhandels, Körperverletzung und Zuhälterei zu 13 Jahren Haft verurteilt worden - allerdings kam er nach der Reduktion seiner Strafe bereits 2010 wieder auf freien Fuß. Auch hier sorgte Balint für tierisches Aufsehen: Er verließ das Gefängnis auf einem schwarzen Hengst reitend.

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