Di, 21. November 2017

Blutjunge Heldin

25.02.2013 10:29

Vize-Weltmeisterin mit 15: Chiara Hölzl überglücklich

Man muss es schon als kleine Sensation bezeichnen: Mit nur 15 Jahren und sieben Monaten sorgte Chiara Hölzl (rechts im Bild) am Sonntag maßgeblich dafür, dass Österreich im ersten Mixed-WM-Bewerb der Skispringer Vize-Weltmeister wurde. Die vermeintliche Schwachstelle im Team agierte äußerst nervenstark und holte an der Seite ihrer Vorbilder Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern sowie Jacqueline Seifriedsberger Silber.

"Ich kann es immer noch gar nicht glauben. Ich bin zwar zum Schluss bedeutend besser gesprungen als am Anfang der Saison, aber ich hätte mir nicht gedacht, dass wir mit mir eine Medaille machen. Das ist einfach großartig", sagte Hölzl, die bei der internationalen Pressekonferenz noch zu "flüchten" versucht hatte, weil sie etwas Angst vor englischen Fragen gehabt hatte.

Auf Deutsch präsentiert sich die kleine Salzburgerin aber durchaus selbstbewusst und gut im Umgang mit der Welt der Erwachsenen. "Ich freue mich so, ich kann gar nicht mehr aufhören zu lachen", sagte Hölzl, die zur bisher jüngsten ÖSV-WM-Medaillengewinnerin der Nordischen wurde.

Hölzl: "Das ist extrem cool"
Einen einzigen Weltcuppunkt hat sie bisher geholt. Und von den Herren Schlierenzauer und Morgenstern hat sie Autogramme und Poster im Zimmer hängen. Jetzt hat sie mit den beiden österreichischen Sportgrößen WM-Silber gewonnen. "Es bedeutet mir extrem viel, auch dass die Jaci Seifriedsberger (links im Bild) dabei war. Es ist unglaublich, extrem cool."

Cool agierte sie im zweiten Durchgang, als zwei Helfer, die den Anlauf säuberten, sie in ihrer Anfahrt zum Sprung störten. "Im ersten Moment war ich schon schockiert. Aber ich bin schon vor dem Sprung relativ ruhig geblieben, das hat mich selbst überrascht", meinte Hölzl.

Sogar Schlierenzauer gerät ins Schwärmen
Überrascht hat sie auch die beiden nun zweifachen ÖSV-Medaillengewinner von Val di Fiemme. "Chiara hat sich als 15-Jährige nicht viel geschissen und ihr Ding durchgezogen. Das hat uns alle überrascht und war sicher ein Schlüssel zur Medaille", sagte Schlierenzauer. Und Seifriedsberger stimmte zu: "Ein Wahnsinn. Ich glaube nicht, dass ich mit 15 die Nerven so behalten hätte", spielte sie auch auf den Zwischenfall an.

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