Sa, 21. Oktober 2017

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24.02.2013 12:47

10 Tatorte, 1 Täter: Wiener Supermarkt-Schreck in Haft

Zehn Tatorte, ein Räuber: Seit 1999 hat ein vorerst unbekannter Supermarkt-Schreck über ganz Wien verstreut sein Unwesen getrieben. Nun hat sein krimineller Beutezug ein Ende – Ermittler machten den 39-jährigen Serben Sasa S. als Verdächtigen dingfest.

Der Modus Operandi des Supermarkt-Schrecks war meist derselbe: Kurz vor Geschäftsschluss stellte er sich an der Kassa an – als er an der Reihe war, zog er eine Pistole, bedrohte die Angestellten und machte sich mit den Tageslosungen aus dem Staub.

Seinen Beutezug startete der Mann bereits im Februar 1999 in Wien-Währing. Fünf weitere Überfälle datieren aus diesem Jahr, einer trug sich 2000 zu. Dann folgte offenbar eine Pause von zwölf Jahren, ehe der Verdächtige 2012 erneut dreimal einschlägig aufgetreten sein soll.

Ganz "untätig" dürfte der Verdächtige aber auch in seiner "Auszeit" nicht gewesen sein. Er werde beispielsweise mit einem anderen Raub aus dem Jahr 2006 in Verbindung gebracht, sagte Polizeisprecherin Adina Mircioane Sonntagmittag.

Supermarkt-Schreck hatte nicht immer Erfolg
Es waren auch nicht alle Überfälle von Erfolg gekrönt, wie im August des Vorjahres: In einer Zielpunkt-Filiale in der Praterstraße im 2. Wiener Bezirk riss der Kriminelle die Geldlade aus der Verankerung. Die Lade fiel ihm aber zu Boden – und so lief der Mann ohne Beute davon. Zeugen rannten ihm zwar nach, doch er konnte seine Verfolger abhängen.

Anfang Dezember des Vorjahres in Wien-Landstraße hatte der Täter mit Gegenwehr zu kämpfen: Die Angestellte trat ihm mehrmals in den Bauch – bis er sie mit seiner Pistole aufforderte, sich zu beruhigen, und dann die Kassa plünderte.

Zwei Coups (2. und 3. Bezirk) sollten noch folgen – der letzte fand am 10. Dezember 2012 statt –, ehe die Wiener Kriminalisten Sasa S. als Verdächtigen ausforschen und hinter Gitter bringen konnten. Der 39-Jährige sitzt nun in U-Haft. Er zeigt sich bislang nicht geständig.

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