So, 19. November 2017

Pferde-DNA in Pasta

24.02.2013 12:01

Steirische Firma: „Falsch deklarierte Rohware schuld“

Nachdem am Samstag bekannt geworden war, dass die deutsche Handelskette Tegut die Pasta-Sauce der steirischen Firma Landena aus dem Handel nehmen ließ, hat sich die Erzeugerfirma selbst zu Wort gemeldet. "Wir gehen davon aus, dass der Fehler auf falsch deklarierte Rohware zurückzuführen ist", heißt es in einer Presseerklärung.

Seitens der Firma Landena will man nun überprüfen, wie der "Fehler" passiert ist. "Das in diesem Fall verwendete Rindfleisch wurde in drei österreichischen Betrieben zerlegt. Die Ware stammt von Schlachthöfen aus fünf verschiedenen europäischen Ländern: 53 Prozent kommen aus Österreich, 20 Prozent aus Tschechien, 15 Prozent aus der Slowakei, elf Prozent aus Ungarn und ein Prozent aus Polen."

Die deutsche Firma Tegut hat die "Sauce Bolognese" aus dem Handel genommen, in Österreich ist ein gleichnamiges Produkt von Landena nach wie vor erhältlich. "Wir haben selbst 100 Proben eingeschickt in letzter Zeit und bisher 35 zurückbekommen, und alle waren negativ. Wir waren relativ guter Dinge, dass wir nicht betroffen sind", schilderte Landena-Geschäftsführer Bernhard Gruber. Landena verarbeitet jährlich "mehrere Tausend Tonnen Fleisch".

"Geringe Befügung bei Rohware schwer zu erkennen"
"Wir haben mit fast allen großen Schlachtbetrieben Kontakt, und die beziehen ihre Ware vom internationalen Markt, außer wenn die Herkunft genau angegeben ist", erklärte Gruber die Herkunft der Rohware. Bei der Anlieferung macht ein eigener Fleischer zwar Stichproben, DNA-Untersuchungen gibt es aber nur dort, wo - beispielsweise aus Glaubensgründen - nur ein bestimmtes Fleisch enthalten sein darf.

Die Firma Tegut hatte bei eigenen Untersuchungen Pferde-DNA-Spuren festgestellt. "Bei einem Fleischanteil von 20 Prozent in der Sauce wurden 3,5 Prozent Pferdefleisch gefunden", erläuterte Gruber. "Eine derart geringe Beifügung ist bei der Rohware schwer zu erkennen." In Zukunft will man trotzdem die Stichproben bei der Anlieferung verstärken und auch die Fertigprodukte regelmäßig überprüfen. "Die Herausforderung besteht in Zukunft darin, solche Machenschaften im Keim zu ersticken und die Verursacher zu finden", meinte der Landena-Geschäftsführer.

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